
Über die Frage was genau im Hundefutter drin ist, kursieren seit über 10 Jahren immer wieder Gerüchte (
?). In unserem
Hundefuttertest hatten wir schon einmal angesprochen, dass Beispielsweise in Pedigree Pal trotz der (meiner Meinung nach irreführenden) Aufschrift: “mit frischem Fleisch zubereitet” gerade mal
4 % Fleisch enthalten sind. Bei einer 400g Dose macht das also insgesamt
16 Gramm Fleisch pro Dose. Womit die restlichen 386g der Dose aufgefüllt werden, bleibt weitestgehend das Geheimnis des Herstellers. Von “Getreide” und “Nebenerzeugnissen” ist im Kleingedruckten die Rede, was sich dahinter im Einzelnen verbirgt, wird jedoch nicht genannt. “Öle und Fette” sind laut Etikett ebenfalls enthalten, aber welche Öle und Fette das sind, wird dezent verschwiegen. So liegt der Verdacht Nahe, dass es sich hierbei um gehärtete Fette handeln könnte, denn die sind nun mal am billigsten. Allerdings gilt es als erwiesen, dass viele gehärtete Fette (zumindest beim Menschen) das Krebsrisiko drastisch erhöhen. Ganz zu Schweigen von
Genmanipulierten Inhaltsstoffen im Hundefutter, deren gesundheitliche Auswirkungen für den Hund nicht absehbar sind. Ist es Zufall, dass Krebserkrankungen auch bei Hunden leider immer mehr zunehmen? Wie in der Fachliteratur und auch im Internet unter anderem auf
vet-doktor.de nachzulesen ist,
stirbt jeder zweite Hund über 10 Jahren an Krebs. Im Vergleich, erkranken damit doppelt so viele Hunde an Krebs wie Menschen. Ob die Häufigkeit von Krebs bei Hunden ein "purer Zufall" ist, oder doch auch mit der Fütterung zusammen hängt, darüber kann man wohl nur spekulieren. Jedenfalls ist inzwischen bekannt, dass transgene DNA die Verdauung im Darm überlebt und in das Genom von Säugetierzellen eindringt, was die Möglichkeit der Auslösung von Krebs erhöht.
Mit der Praxis die Inhaltsstoffe und die genaue Zusammensetzung des Hundefutters geheim zu halten, ist Pedigree bei weitem nicht allein. Es gibt zahlreiche Futterhersteller, die es vorziehen, dem Verbraucher zu verschweigen, wofür er eigentlich genau bezahlt bzw. was genau er dem Hund da eigentlich füttert. Das schafft natürlich Nährboden für Spekulationen. Gerüchte (?) besagen, dass einige Futterhersteller neben minderwertigen Zutaten auch völlig wertlose Füllstoffe wie zum Beispiel Sägemehl (pflanzliche Nebenerzeugnisse?) oder schlimmeres einsetzen, um damit das Hundefutter zu strecken und ihre Gewinne zu maximieren. Andere Gerüchte (?) besagen, hinter den Umschreibungen "tierische Nebenerzeugnisse", "Fleischmix" usw. verbergen sich auch 'ausgediente' Laborrratten, Kadaver von Haustieren und ähnliches. Was nun an diesen Gerüchten (?) dran ist, darüber wollen wir hier gar nicht weiter spekulieren. Was uns allerdings sehr wundert ist die Tatsache, dass diese Hersteller Millionen für teure Werbekampagnen ausgeben, es gleichzeitig aber hinnehmen, dass diese Gerüchte (?) seit über einem Jahrzehnt am Image der Futterhersteller nagen. Dabei wäre es doch so einfach und so viel billiger als jede Werbekampagne: Indem man alle Inhaltsstoffe des Futters klar auf der Dose (oder zumindest auf der Website des Herstellers) deklariert, könnte man all diesen bösen Gerüchten (?) ganz einfach den Nährboden entziehen.
Transparenz schafft Vertrauen und lässt keinen Raum für Spekulationen und Gerüchte. Das ist eine uralte Weisheit, die auch den Werbefachleuten der großen Hundefutterhersteller nicht unbekannt sein dürfte. Warum also, darf der Verbraucher nicht wissen, wofür genau er eigentlich sein Geld auf die Ladentheke legt und was genau er seinem Hund füttert? Warum geben Hundefutter Hersteller statt dessen lieber Millionen für Imagekampagnen aus, um das durch die Gerüchte (?) angekratzte Image wieder aufzupolieren und schweigen sich zu den Inhaltsstoffen aus bzw. verschleiern sie hinter dem schwammigen Sammelbegriff “Nebenerzeugnisse”? Die Hersteller guter Biofutter Sorten geben doch auch Lückenlos an, welche Zutaten in ihrem Hundefutter enthalten sind. Warum können die “großen” Hersteller das dann nicht? Angeblich verwenden sie doch auch nur "beste Zutaten"? Viele Fragen, die sich da aufdrängen...
Wie gut kann Billigfutter sein? Wie gesund kann Billigfutter sein?Sparen müssen und wollen wohl alle. Hundebesitzer genau so wie Hundefutter Hersteller. Dem Hund das
Futter selbst zu kochen ist sicher eine preiswerte Lösung, aber nicht jedermanns Sache. Nicht jeder Hundebesitzer hat Zeit und Lust sich so intensiv mit der Ernährung seines Hundes zu beschäftigen. Dennoch sollte sich jeder Hundebesitzer einmal die Mühe machen, grob zu überschlagen, wie viel eine aus frischen und guten Zutaten selbst gekochte Mahlzeit für den Hund in etwa kosten würde. (Beispielsweise Fleisch, Innereien, Reis & Gemüse für eine Mahlzeit.) Bitte einmal grob ausrechnen und dann folgendes überlegen:
Ein Futtermittelhersteller hat viele Kosten. Die Rohstoffe bekommt er als Großeinkäufer natürlich wesentlich preiswerter, als der Endverbraucher. Das ist keine Frage und das wollen wir gar nicht abstreiten. Neben dem Wareneinkauf hat er allerdings viele weitere Kostenfaktoren:
- Investitionen für Produktionshallen, Inventar, Maschinen usw.
- Löhne, Gehälter & Lohnnebenkosten für Produktionsmitarbeiter, Verwaltungsangestellte & Mangement (Gerade in Deutschland ein recht hoher Kostenfaktor)
- Verpackung, Packmaschinen, Lagerhaltungskosten, Logistikaufwand
- Kosten für Entwicklung neuer Produkte und Verpackungen
- Steuern, Versicherungen usw.
- Werbekosten usw.
Soviel, um hier nur mal einige wenige Kostenfaktoren der Futterherstellung zu nennen. Ich hege ehrlich gesagt größte Zweifel, dass all diese Kosten allein über einen günstigeren Wareneinkauf abzufangen sind - vor allem dann nicht, wenn man beim Wareneinkauf auch nur auf ein Minimun anFrische und Qualität achtet. Wenn nun ein Futtermittelhersteller sein Futter trotz all dieser Kosten, sein Futter noch billiger verkaufen kann, als man eine gesunde Mahlzeit für den Hund selbst zubereiten könnte, dann fallen mir dafür nur 2 mögliche Erklärungen ein:
- a.) Der Futtermittelhersteller ist ein edler Samariter und Multimillionär, der nur beste Zutaten verwendet und bei jeder Dose / jedem Futtersack noch Geld viel drauf legt. Er will auf gar keinen Fall Gewinn machen, sondern den Menschen und Hunden nur Gutes tun, ohne selbst davon zu profitieren.
Oder
- b.) Er fängt seine Produktions- und Produktionsnebenkosten dadurch auf, dass er an den Rohstoffen spart, minderwertige Zutaten verwendet und / oder sein Futter mit minderwertigen Zutaten und Füllstoffen (welcher Art auch immer) streckt.
An welche der beiden möglichen Erklärungen ihr nun glauben wollt, bleibt euch überlassen. ;o) Sparsamkeit in allen Ehren, aber wenn sie auf Kosten der Gesundheit geht, kann sie am Ende auch sehr teuer werden, das sollte man nicht außer acht lassen. Es lohnt sich immer mal einen genaueren Blick auf die Futterdosen / Futtersäcke zu werfen, Nährwerte, Verdaulichkeit und Fütterungsempfehlungen zu vergleichen usw. Was am Dosenpreis oder am Futtersack gemessen auf den ersten Blick billig scheint, ist längst nicht immer auch seinen Preis wert. Wir hatten es ja an
diesem Rechenbeispiel schon einmal aufgezeigt, aber es ließe sich natürlich mit vielen anderen Beispielen und Futtersorten fortsetzen. Und leider kann man auch nicht davon ausgehen, dass hochpreisiges Futter automatisch immer gut sein muss. Wir können daher nur jedem empfehlen, wirklich mal ganz genau hinzusehen und nachzurechnen, ob man nicht was Besseres für sein Geld bekommt. Ob man als Hundebesitzer für eine "Wundertüte" zahlen möchte, deren genauen Inhalt der Hersteller lieber verschweigt, muss jeder selbst entscheiden. Ich für meinen Teil, möchte gerne wissen, wofür ich die sauer verdienten Euros auf den Tisch lege und was ich dafür bekomme.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen Krebs bei Hunden und der Ernährung des Hundes / dem Hundefutter?Genmanipuliertes Getreide, gehärtete Fette,
Masttiere, die mit genmanipuliertem Getreide gefüttert und sämtlichen Mitteln in Rekordzeit auf Schlachtgewicht gemästet werden usw. sind billig, und damit lässt sich auch billiges Hundefutter herstellen. Aber solange nicht sicher ist, wie hoch der gesundheitliche Preis ist, den der Hund dafür zahlt, ist mir dieses "Russisch Roulette" zu heikel. Interessante Infos zu den Schadstoffen in unseren Lebensmitteln gibt es auch auf
www.weltderwunder.de Nur ein Zitat aus diesem hoch interessanten Bericht:
Die EU-Richtlinien erlauben derzeit noch die Verwendung des Konservierungsmittels E 250. E 250 macht Fleisch appetitlich rot und verhindert Bakterienwachstum. Jedoch führt dieser Stoff bei Kleinkindern zu Blausucht, eine im schlimmsten Fall tödlich verlaufende Krankheit. Deshalb verzichten die Ökobauern auf diese und andere Zusatzstoffe - auch wenn sie selbst dadurch Nachteile in Kauf nehmen müssen.
Wenn konventionell produziertes Fleisch (legal!) schon Stoffe enthält, die bei Kleinkindern zu tödlich verlaufenden Krankheiten führen können, und weitere Stoffe, die beim Menschen das Krebsrisiko drastisch erhöhen, (siehe
Bericht Ärztezeitung) dann liegt wohl der Verdacht nahe, dass es der Gesundheit des Hundes auch nicht gerade zuträglich ist. Diese Gifte sind bereits im konventionell produzierten Fleisch bei offizieller Lebensmittelqualität enthalten - wie es dann erst mit dem Fleisch aussieht, dass in so manchem Hundefutter landet, wage ich mir gar nicht vorzustellen! Zwar mag der Hund in manchen Dingen weniger empfindlich sein als ein Kleinkind oder der Mensch - ob das aber auch für solche Gifte in der Nahrung gilt, ist bislang nicht erforscht. Auf bestimmte Gifte und Sustanzen reagieren Hunde bekanntlich sogar empfindlicher als der Mensch. Und resistenter gegen den Krebs scheint der Hund auf keinen Fall zu sein, sonst würden nicht doppelt so viele Hunde wie Menschen an Krebs erkranken und sterben.
Erforscht ist jedenfalls, dass Ratten - wenn man ihnen die Wahl lässt - bevorzugt Bioprodukte fressen. Und tatsächlich kam es bei diesen Ratten, die sich für Biokost entschieden hatten, in den Versuchen deutlich seltener zu Totgeburten. Nicht umsonst gelten Ratten als hoch intelligente Tiere! ;o)Es hat fast schon den Anschein, dass konvetionell produziertes Fleisch (
Massentierhaltung) inzwischen mehr Gifte als Nährstoffe enthält. Besonders fatal dabei: Gleichzeitig sinkt durch den übermäßigen Einsatz von Chemie auf den Feldern auch der Gehalt gesunder Inhaltsstoffe in den pflanzlichen Lebensmitteln. Ein Anbauversuch mit Tomaten brachte ebenfalls ein ganz klares Ergebnis: Bio-Tomaten enthalten wesentlich mehr Antioxidanten, welche die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen schützen. Sie fangen so genannte freie Radikale und beugen damit Krebs vor. Je länger die Tomaten biologisch angebaut wurden, desto besser schnitten ihre Werte im Vergleich zu den konventionell angebauten Tomaten ab. Darüber hinaus ist auch längst bekannt, dass z.B. auch Milch von Weidekühen deutlich mehr der gesunden Omega 3 Fettsäuren enthält, als die Milch von Stallkühen, und, und und... Die Liste ließe sich unendlich weiter fortsetzen.
Leider sind die Auswirkungen all dieser Dinge auf uns Hunde noch viel zu wenig erforscht, aber ich persönlich kann jedenfalls nicht daran glauben, dass die hohe Anzahl von Krebserkrankungen bei Hunden (und anderen Haustieren) ein purer Zufall ist...
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