Donnerstag, 2. Oktober 2008

Praxistest: Hunderampe im Test

Hunderampe getestet - wir raten zur Vorsicht! Denn Hunderampe ist nicht gleich Hundrampe und manche Modelle bergen Verletzungsgefahren!

Krankheiten, wie zum Beispiel Arthrose, HD oder andere, eine Operation, Verletzungen wie zum Beispiel ein Kreuzbandriss, oder auch einfach das Alter lassen den Sprung ins Auto für Hunde oft zum Problem werden. Den Hund dann ins Auto zu heben, ist - je nach Größe und Gewicht des Hundes - nicht immer ein Spaß. Weder für den Hund, noch für den Hundebesitzer. Vor einiger Zeit hatten wir uns damals diese Verladerampe für Hunde angeschafft. (Siehe Foto links)

Allerdings haben wir diese Hunderampe inzwischen wieder abgegeben, denn sie ist bei unserem Praxistest leider durchgefallen. Dass die Rampe aus Holz recht schwer war, haben wir ihr nicht übel genommen. Zusammen geklappt konnte man sie an den eingebauten Trageseilen trotzdem noch ganz gut tragen. Wie uns vom Tierarzt empfohlen wurde, haben wir das Laufen auf der Rampe ganz vorschriftsmäßig in kleinen Schritten geübt: Zunächst wurde sie flach auf den Boden gelegt, und ich musste mehrmals darüber laufen. Dann wurde sie zunächst nur auf eine kleine Stufe gelegt, sodass sie nur eine ganz leichte Steigung hatte, und ich musste die Hunderampe wieder mehrmals rauf und runter gehen. Schließlich wurde die Steigung langsam immer mehr erhöht, bis ich ganz sicher und locker die Höhe, die sie am Auto erreichte rauf und runter laufen konnte. Das klappte alles wunderbar.

Auch am Auto dann, konnte ich das gelernte prima umsetzen und mit Hilfe der Hunderampe ganz einfach ein- und aussteigen. Allerdings habe ich es immer sehr eilig, wenn es ums Einsteigen ins Auto geht, denn meistens fahren wir ja mit dem Auto irgendwo hin, wo es spannend ist. Und wenn Frauchen “langsam!” sagt, definiere ich das Wort “langsam” in solchen Fällen gelegentlich etwas anders als sie. ;o) Die Strafe folgte buchstäblich “auf den Fuß” - ich rutschte ab, und riss mir eine Kralle ein. Autsch! Die Gummibeschichtung der Hunderampe hat sich nicht als rutschfest genug erwiesen, und die Querverstrebungen aus Holz, die sich auf der Lauffläche der Rampe befinden, sind eher eine Verletzungsgefahr, als eine Hilfe.

Daher unser knallhartes Testurteil: Im Praxistest leider durchgefallen! Hunde, die wirklich sehr langsam und vorsichtig über die Rampe laufen, mögen damit zurecht kommen. Hunde, die es - so wie ich - jedoch auch mal eilig haben ins Auto zu kommen, können leicht abrutschen und sich an den aufgesetzten Holzverstrebungen sehr schnell verletzen. Und das geht nun mal gar nicht, finden wir!

Es geht aber auch besser


Als ich gestern mal wieder im DogsShop stöberte, entdeckte ich zufällig ein neues, und wie mir scheint, wesentlich besseres Modell einer Hunderampe von Pet Gear:

Hunderampe 180cm

Dieses neuere Modell haben wir zwar selbst noch nicht ausprobiert, denn ich komme ja nach wie vor immer noch bestens mit meiner Kiste als Einsteighilfe zurecht. (Ein bisschen springen darf ich ja, der Tierarzt hat mir ja nur von allzu großen Sprüngen abgeraten.) Diese neue Hunderampe scheint mir wesentlich besser zu sein und wenn die Kiste irgendwann mal nicht mehr reichen sollte, werden wir die mal testen. Preislich unterscheidet sich die neue Hunderampe sich nicht von dem alten Holzmodell, beide liegen knapp unter 100 Euro. Aber die Verletzungsgefahr durch die Holzstreben auf der Lauffläche entfällt bei dem neuen Hunderampen-Modell. Zudem wirkt die Antirutschbeschichtung zumindest auf den ersten Blick deutlich effektiver, als das Gummi der von uns getesteten Rampe.

Die Autorampe vom DogsShop ist mit einer Mineralkörung beschichtet. Solche Beschichtungen kennen wir aus dem Pferdesport, wo sich diese Beschichtung als sehr rutschfest erwiesen hat. Was ich bei der alten Holzrampe vermisst hatte, war eine Wölbung am oberen Ende, mit der sich die Rampe sicher im Auto einhängen ließ. Das war nämlich genau das Problem - Frauchen musste die alte Holzrampe am Auto fest halten, weil die 2 kleinen Gumminoppen keine sichere Befestigung am Auto ermöglichten. So konnte sie nicht gleichzeitig gut genug darauf achten, dass ich auch wirklich langsam rauf ging. Die neue Hunderampe hat eine solche Wölbung. Ich vermute, dass sie wesentlich sicherer am Auto anliegt. Und deutlich leichter ist sie auch noch. Mehr Infos & Bestellmöglichkeit für die Hunderampe 180cm.

Auch wenn mir die neue Pet Gear Hunderampe wesentlich sicherer zu sein scheint, als die von uns getestete Holzrampe raten wir trotzdem, den Hund Schritt für Schritt an die Verladerampe zu gewöhnen, so wie wir es weiter oben im Artikel beschrieben haben.

Bleibt gesund, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

PS: Falls jemand diese neue Pet Gear Hunderampe schon im Gebrauch haben sollte, wäre ich für eure Erfahrungen damit und eure Meinung dazu sehr dankbar!

Kommentare:

  1. Wir haben seit Jahren eine Hunderampe der Firma Fahrzeugbau Schmidt. Die ist zwar schwer, aber sehr stabil. Ich habe schon als Welpen gelernt darüber zu laufen und benutze sie gerade aktuell wegen meinem Humpelbein. Ist eben Agility für Arme.
    Wuff
    Emil

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  2. Hi Emil,

    dem Hund das von klein auf beizubringen macht natürlich Sinn. Obwohl, gelernt habe ich das auch im fortgeschrittenen Alter noch sehr schnell und problemlos. Aber wenn es ins Auto geht, habe ich es eben immer sehr eilig. Da kann Frauchen 10 mal "langsam!" sagen, langsam find ich eben langweilig. Kann doch kein Zufall sein, dass beide Worte mit der gleichen Silbe beginnen, das versuche ich meinem Frauchen schon lange beizubringen. ;o)

    LG & gute Besserung, dein Alex!

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