Montag, 1. September 2008

See-Hund trifft Seehund - und Frauchen in Not

Ich hatte euch ja hier schon kurz erzählt, dass ich zwischendurch auch eine ganze Weile auf Norderney war. Euch meine ganzen Erlebnisse während dieser Zeit zu erzählen würde jetzt zu weit führen, aber von einem ganz besonders spannenden Erlebnis während meines Norderney-Aufenthalts möchte ich euch heute trotzdem mal berichten:
Wir waren an einem herrlichen Tag zu einem längeren Spaziergang Richtung Inselosten aufgebrochen. Perfektes Wetter, warm genug das ich ins Wasser durfte wann immer ich wollte, und die Tour war so geplant, dass die Ebbe auch ausreichend flaches Wasser für mich stehen gelassen hatte. Denn ihr wisst ja, ich bin ein so vernünftiger Hund, dass ich niemals ins offene Meer gehe. Ich bin kein Angsthase und ich liebe das Wasser, aber ich bin vernünftig genug die Naturgewalten des Meeres zu respektieren. Darum gehe ich nie, aber auch wirklich nie und niemals da ins Wasser, wo es Wellen gibt. Na ja, eigentlich...

Wir waren schon eine ganze Weile unterwegs an diesem herrlichen Tag. Ich lief gemütlich vor meinem Frauchen her bis... Ja bis ich urplötzlich abdrehte und wie ein geölter Blitz geradewegs aufs offene Meer zu raste! Frauchen wird ja normalerweise niemals laut, und so überraschte mich ihr entsetzter Aufschrei so sehr, dass ich sofort stoppte. Schade, Chance verpasst - was Frauchen nämlich erst bemerkte, nachdem sie mich dann “verhaftet” hatte: Ich hatte eine Einladung zum Wettschwimmen von diesem lustigen Kollegen hier bekommen:


Der Seehund war so wendig im Wasser, dass ich über seine Einladung glatt meine ganze Vernunft über Bord geworfen, und mich ins offene Meer gestürzt hätte. Zuerst war ich auch ziemlich beleidigt darüber, dass Frauchen mir die Tour vermasselt hatte! Schließlich wollte ich ihm ja nichts tun, ich jage ja nicht einmal Kaninchen. Ich wollte doch nur mit ihm schwimmen.... Aber Frauchen hat mir dann was von sehr gefährlichen Strömungen erzählt, die einen Hund ganz schnell in die offene See ziehen können. Okay, ich habe es dann eingesehen, aber Schade war es schon... Dass am östlichen Ende der Insel immer Seehunde sind wussten wir zwar, darum werde ich dort immer auch angeleint, obwohl ich noch nie Anstalten gemacht habe die lustigen Kollegen zu verfolgen. Aber dieser Seehund hatte sich weiter vor gewagt, sodass Frauchen nicht damit gerechnet hatte. Und bisher hatte ich die Seehunde auch immer nur von weitem an Land gesehen. Da fand ich sie nicht so spannend, aber dieser Seehund hier im Wasser war wahnsinnig spannend! So nah vor meiner Nase hatte ich noch nie einen Seehund im Wasser gesehen und so tolle Schwimm-Kunststücke hat mir bisher auch noch kein Seehund gezeigt! Schade, dass ich ihn nicht näher kennen lernen durfte...

Aber, liebe Hundekollegen, wenn mein Frauchen so entsetzt aufschreit und mich sofort verhaftet, dann scheinen diese komischen Strömungen tatsächlich sehr gefährlich zu sein. Also, passt auf euch auf und folgt keiner Einladung zum Wettschwimmen mit Seehunden!


Ich habe dann noch eine ganze Weile ganz gespannt auf's Meer gestarrt. Mein Pech: Frauchen hat dabei die ganze Zeit ganz gespannt auf mich gestarrt. Ich glaube, ich habe ihr einen ganz schönen Schrecken eingejagt, als ich so auf's Meer zu geflitzt bin! So ließ sie mir dann keine Chance mehr auf ein Wettschimmen zwischen See-Hund und Seehund...

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)
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