Donnerstag, 10. Juli 2008

Mit Abstand aggressivster Hund: Der Dackel !?

Ja, der gemeine Zweibeiner an sich liebt nun mal Statistiken. Die Ergebnisse einer neuen Statistik dürften ihn jedoch gleichermaßen verblüffen, wie verwirren. Denn, nicht etwa der gefürchtete Pitbull oder der Rottweiler gingen aus dieser neuen Statistik als aggressivste Hunde hervor, sondern... der Dackel! Auf Platz 2: Der Chihuahua. Und zwar mit großem Abstand zu den nach deutscher Hundeverordnung als 'gefährlich' geltenden Rassen. Hier mal ein Link zu einer Grafik der Statistik. (Quelle: Spiegel/Wissenschaft)

So, liebe Politiker und Statistikreiter, liebe Erfinder der Hundeverordnung, nun habt ihr den Salat! Denn so langsam werdet ihr wohl irgendwann mal begreifen müssen, was schon eine Studie in den USA und 2003 auch schon eine Studie der tierärztlichen Hochschule Hannover bewiesen haben, und was mit einem Funken gesundem Menschenverstand eigentlich auch ganz leicht nachvollziehbar ist: Der Halter hat den entscheidenden Einfluss darauf, wie aggressiv ein Hund ist.

Wow, welch eine Erkenntnis! Der Halter ist das Problem, nicht der Hund! Na so was aber auch. Dafür braucht ihr erst Statistiken? Um das zu kapieren, liebe Zweibeiner, mussten euch erst ein ganzer Haufen Dackel und Chihuahuas mal kräftig in die Waden zwicken? Lachhaft, kann ich da als Hund nur sagen! Da nützt es nun mal herzlich wenig, große Hunde oder Hunde bestimmter Rassen zu diskriminieren, wenn das eigentliche Problem der Besitzer ist und nicht der Hund. Die Schweizer haben es ja längst begriffen, und setzen am richtigen Ende der Leine an: Bevor man sich einen Hund anschaffen darf, muss man dort erst mal eine Ausbildung machen. Und wer dann auch noch erfolgreich eine Hundeschule absolviert, wird von der Hundesteuer befreit. Ach ja, und Tierquälern wird auch gerne mal ein Haltungsverbot für Tiere ausgesprochen. Dafür gibt es in der Schweiz Tieranwälte, denn dort scheint man begriffen zu haben, dass Tierschutz auch Menschenschutz ist. DAS, liebe Politiker, sind Maßnahmen, mit denen sich Hundebisse vermeiden lassen. Nicht ein genereller Leinenzwang immer und überall für alle! Das hätte ich euch allerdings auch ohne Statistiken sagen können. ;o) Ich glaube ich hätte politischer Berater werden sollen...

Bis bald, euer Alex (Alexander Bömbelmann ;o)

PS: Und bevor nun wieder Missverständnisse aufkommen: Nein, wir brauchen keinen Maukorbzwang für Dackel und Chihuahuas, deren Besitzer müssen nur lernen, dass auch kleine Hunde erzogen werden müssen. ;o) Das Schweizer Modell mit der Ausbildung vor der Anschaffung eines Hundes würde ja auch dieses Problem zum Wohle der Menschen und Hunde lösen. Und das die Zahlen widersprüchlich zu anderen Statistiken sind ist auch kein Wunder, sondern eben einfach nur ein weiterer Beweis dafür, dass es mit der Hunderasse oder der Größe des Hundes nichts zu tun hat!


Kommentare:

  1. Wahr ist es ... der letze hund, der mich gebissen hat, war ein Mini-Dackel. Aus dem Anlauf nach einem Sprung in den Oberschenkel! Und der Halter hat gelacht, es wäre ja bei einem kleinen Hund nicht so schlimm. Immerhin, Bluterguss ...

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  2. Hallo Jörg,

    das bestätigt unsere Rede - es liegt nicht an den Rassen, sondern daran, dass die Besitzer kleine Hunde oft nicht ernst nehmen und glauben kleine Hunde bräuchten keine Erziehung...

    Vielen Dank für das Beispiel, das die Sache schön verdeutlicht. Auch wenn du armer Kerl dafür den Oberschenkel hinhalten musstest... ;o)

    LG Alex & Frauchen

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