Freitag, 20. Juni 2008

Der große Seniorencheck für Hunde...


... und ein großer Schreck für mein Frauchen. Aber der Reihe nach: Die übliche Vorsorgeuntersuchung (Geriatrie-Check) stand ja für mich eigentlich erst wieder Ende Juli auf dem Programm, aber ich habe meinem Frauchen solchen einen Schrecken versetzt, dass ich gestern schon in der Klinik auf den Kopf gestellt wurde. Aber der Reihe nach:

Ich bin eigentlich fit wie immer, aber meine Zweibeiner hatten das Gefühl, meine Rückenwirbel mehr fühlen zu können als sonst, wenn sie mich streichelten. Als ich dann am Mittwoch beim Aqua-Jogging auf den Wasserlaufband für Hunde war, hat Frauchen mich auf die Waage gestellt - und einen Schock bekommen! 27,5 kg zeigte die Waage an. Normalerweise liegt mein Gewicht immer zwischen 29 und 30 kg. Keine Futterumstellung, keine besonderen Marathon-Märsche, nichts Besonderes, aber 2 kg Gewicht verloren? Oh je... Da kam Panik bei Frauchen Panik auf! Also hat sie sofort einen Termin zum großen Geriatrie-Check gemacht. Zum Glück haben wir gleich für den nächsten Tag einen Termin bekommen, denn Frauchen nervt, wenn sie sich solche Sorgen macht, dass sie nachts nicht schlafen kann.... ;o) Also wurde ich gestern so richtig auf den Kopf gestellt. Das Ergebnis:
  • Zähne: Alles bestens!
  • Abhören, Abtasten: Alles bestens!
  • Blutdruck: Wie immer etwas niedrig, aber völlig OK. (Wer einen niedrigen Blutdruck hat, lebt meistens länger, sagt der Doc ;o)
  • Großes Blutbild: Alle Werte absolut Top, Doc & Frauchen waren begeistert!
  • Röntgen: Herz und Lunge Top! Die Arthrose ist logischerweise noch da, hat sich aber nicht weiter verschlimmert!
  • Ultraschall: Herz, Leber Milz, Nieren, Prostata und alles was der Hund so hat - Top!
  • EKG: alles Top!
  • Große Kotuntersuchung: Hatten wir kürzlich schon machen lassen, weil wir die zwischendurch immer mal machen lassen, um zu sehen, ob ich entwurmt werden muss oder nicht. Und wenn man einmal dabei ist das Zeug zu Untersuchen, lässt Frauchen dann gleich ein großes Kotprofil machen, bei dem auch überprüft wird, ob die Bakterienflora im Darm OK ist usw. Auch da war alles Top!
Kurz gesagt - die stundenlange Untersuchung ergab: Ich habe die besten Voraussetzungen, um meinen Zweibeinern noch lange Freude zu machen! :o) Es wurde absolut nichts gefunden, was für einen zwölfjährigen Hund nicht normal wäre. Es waren sogar alle Untersuchungsergebnisse sehr, sehr gut für einen 12-Jährigen Hund! Na ja, ich hätte es Frauchen ja gleich sagen können. Aber nein, die muss sich ja wieder Sorgen machen und wegen läppischen 1,5 - 2 Kilo Gewichtsverlust gleich an Tumore oder andere schlimme Krankheiten denken. Typisch! Wenn ihr gestern so gegen 17:00 Uhr ein lautes Donnergrollen vernommen habt - das waren die dicken Steine, die meinem Frauchen vom Herzen gefallen sind! Müsste eigentlich weltweit zu hören gewesen sein. ;o)

Der Lohn dafür, dass ich den Untersuchungs-Marathon mal wieder so brav und tapfer ertragen habe: Ich darf jetzt vorübergehend etwas mehr essen, schließlich habe ich jetzt wieder etwas Luft bis zu meiner 30 kg Gewichts-Obergrenze, die ich nicht überschreiten darf. :o)

Die Erklärung für den Gewichtsverlust, den der Tierarzt übrigens nicht dramatisch fand: Ältere Hunde nehmen im Fellwechsel schon mal etwas ab, weil der Fellwechsel für den älteren Organismus schon ein ganz schöner Kraftakt ist. (Besonders, wenn man soviel Fell hat wie ich. ;o) Eigentlich hätte Frauchen da auch selbst drauf kommen können. Erstens kennt sie das auch von Pferden, bei denen es genau so ist, und zweitens hatten wir das ja auch selbst schon einmal geschrieben, als wir über das Thema Fellwechsel beim Hund berichtet haben. Weil mein Fell schön glänzt, sich der Fellwechsel bei mir nicht außergewöhnlich lange hinzieht, und man mir auch sonst nichts anmerkt, hatten meine lieben Zweibeiner wohl nicht daran gedacht, dass der Fellwechsel - auch wenn er (dank guter Fütterung) so schön problemlos über die Bühne geht - den Organismus eben doch viel Kraft kostet. (Gerade beim älteren Hund.) Also wird Frauchen jetzt erst mal nicht mehr so geizig mit den Leckerlis sein wie sonst. Sie hat ja immer sehr akribisch darauf geachtet, dass sich bloß nicht zu dick werde, weil das so ungesund für uns Hunde ist. Außerdem will sie mich nun jede Woche wiegen, um die Sache im Auge zu behalten. Und ich überlege nun.... Weiß jemand von euch wie man so eine Waage manipulieren kann, damit sie die erhöhte Futter- und Leckerli-Ration nicht wieder kürzt, wenn ich wieder bei 29 kg angekommen bin? ;o)

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann, der lt. Tierarzt die besten Voraussetzungen hat, um umgerechnet in Menschenjahre 100 zu werden. Ganz so, wie mein Herr Papa. ;o)

Kommentare:

  1. Das freut uns auch serh, dass bei dir alles ok ist!
    Viel Spass beim Futtern

    Hoshi

    *wie kann man eine Waage manipulieren?*

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  2. Danke Hoshi, ich arbeite dran es herauszufinden. Wenn ich weiß, wie man so eine Waage manipuliert, sag ich dir Bescheid. ;o) Kannst du dir dann schon merken für später, wenn du mal so alt bist wie ich. Dann achten die Zweibeiner nämlich noch mehr drauf, dass man bloß nicht zu dick wird. Aber du siehst - nimmt man dann mal ab, sind sie auch gleich wieder in Panik. Tsss... Zweibeiner eben...

    Kopfschüttelnde Grüße,
    dein Alex ;o)

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