Montag, 19. Mai 2008

Hund bei Sommerhitze im Auto gelassen: 300 Euro Strafe

Aufmerksame Passanten hatten den winselnden und nach Luft schnappenden Foxterrier in entdeckt und die Tür des Kleinwagens aufgehebelt um den Hund zu befreien. Während sie gemeinsam mit der Polizei auf einen Tierrettungswagen warteten, erschien die 27-Jährige Hundebesitzerin, die den Foxterrier bei hochsommerlichen Temperaturen 30 Minuten im Auto zurück gelassen hatte. Das Kölner Amtsgericht verurteilte die Frau jetzt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz zu einer Gelbbuße von 300 Euro. (Quelle: koeln.de)

Wir sagen: Klasse, dass es noch aufmerksame Passanten gibt, die nicht wegschauen, sondern beherzt eingreifen. Das ist echt toll! Erfreulich ist auch, dass endlich mal ein Gericht den Tierschutz ernst nimmt! Auch wenn 30 Minuten vielleicht auf den ersten Blick nicht allzu lang erscheinen - im Auto entwickeln sich schnell enorme Temperaturen. Hinzu kommt der Stress für den Hund, der in dem überhitzten Auto eingesperrt ist und nicht wissen kann, wie lange er dort ausharren muss. Was sich für den Zweibeiner wie „mal eben kurz“ anfühlt, ist für den Hund unter diesen Umständen eine Ewigkeit, die immer wieder tödlich endet. Zwar wird in jedem Sommer immer wieder davor gewarnt, doch die tatsächliche Gefahr wird leider immer noch von vielen Hundehaltern unterschätzt.

> Tipps, wie man einen Hitzschlag vermeidet & Erste-Hilfe Maßnahmen bei Überhitzung und Hitzschlag


Kommentare:

  1. da hat der hund echt nochmal glück gehabt, dass es aufmerksame mitmenschen gibt! sicher sind 30 minuten erst mal nicht viel, aber wenn man bedenkt, wie stark sich autos aufheizen, find ich die strafe noch viel zu gering!

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  2. Da hast du Recht, Eva. Allerdings muss man hierzulande schon froh sein, wenn ein Gericht überhaupt mal Tierquälerei bestraft. Es ist ja leider so. Wenn man sieht wie manchmal mit Tieren umgegangen wird, und dass die Täter dann oft auch noch straffrei ausgegehen, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln. Daher sehe ich es eigentlich schon positiv, dass die Kölner Richter in diesem Fall so entschieden haben.

    30 Minuten scheinen dem, der in der (schattigen) Buchhandlung stöbert vielleicht nicht allzu lange, aber für den Hund, der im heißen 'brät' sind sie ganz sicher eine Ewigkeit. Zumal der Hund nicht wissen kann, wie lange er in dem 'Backofen' ausharren muss, bis sein Frauchen zurückkommt...

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