Donnerstag, 29. Mai 2008

Hummel - Invasion! Sind Hummeln gefährlich für Hunde? Wissenswertes & Interessantes über Hummeln


Was macht die Hummel in einem Hundeblog? Ganz einfach: Viele Hunde neigen dazu nach Insekten zu schnappen und viele Hundebsitzer haben sich sicher schonmal gefragt, ob Hummeln eigentlich stechen können. Momentan herrscht hier bei uns gerade ein wahre Hummel-Invasion: Kaum ist die Balkontür geöffnet, verirren sich die dicken Brummer immer wieder in unsere Wohnung. Da hat Frauchen alle Hände voll zu tun, die Hummeln zu retten und sanft wieder ins Freie zu befördern. Gestern hat sie mal gezählt: Allein gestern Morgen waren es 18 Stück!

So stellten sich auch uns ein paar Fragen: Können Hummeln eigentlich stechen? Sind Hummeln gefährlich für Hunde? Wir haben uns mal schlau gemacht: Männliche Hummeln (Drohnen) haben keinen Stachel - somit können sie logischerweise auch nicht stechen. Weibliche Hummeln dagegen können schon stechen, denn sie haben einen Stachel. Allerdings sind Hummeln von Natur aus sehr friedlich, und setzen den Stachel wirklich nur dann ein, wenn sie ernsthaft bedroht werden. Dabei sind sie obendrein auch noch sehr fair - sie drohen nämlich erst mal ganz deutlich! Fühlt sich die Hummel bedroht, hebt sie das mittlere Bein hoch. (Kein Scherz, es ist immer das mittlere Bein!) Bei starker Bedrohung, folgt Warnstufe 2: Die Hummel brummt sehr laut und streckt dem Angreifer das Hinterteil entgegen. Erst wenn auch diese Drohung ignoriert wird, sticht sie zu.

Na schön, das ist alles sehr fair von der Hummel, aber der Hund wird diese Warnsignale vermutlich kaum deuten können. Darum sollte man Hummeln sicherheitshalber von Hunden fern halten. Allerdings möchten wir euch bitten die pelzigen Brummer nicht zu erschlagen oder mit der chemischen Keule zu vernichten. Hummeln sind sehr nützliche Tiere, und gerade weil sie so friedlich und fair sind, können Zweibeiner sie nahezu gefahrlos einfangen und wieder ins Freie setzen. Mein Frauchen hat für solche Zwecke immer einen Plastikbecher mit Deckel bereit stehen, mit dem sie Hummeln, Libellen und andere Verirrte einfängt, um sie wieder nach draußen zu bringen. Bisher ist dabei weder Frauchen noch eines der Insekten je zu Schaden gekommen.

Gefährlich sind die Stiche der Hummel eigentlich auch nur dann, wenn der Hund sie zum Beispiel ins Maul nimmt, und dann im Rachenraum gestochen wird. Dann kann die entstehende Schwellung zur ernsthaften Gefahr für den Hund werden. Wird man an anderer Stelle gestochen, ist das nicht wirklich gefährlich. (Es sei denn, man wäre allergisch gegen das Gift.) Wie auf aktion-hummelschutz.de zu lesen ist, wird das Gift der Hummel wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung in manchen Kliniken sogar zur Behandlung von Gelenkproblemen erfolgreich eingesetzt. Also, keine Angst liebe Zweibeiner, ihr könnt die Hummeln ruhig lebendig einfangen und ihnen die Freiheit zurück geben. Sicherheitshalber sollte man das auch tun, damit der Hund nicht auf die Idee kommt, die Hummel selbst zu fangen und dann evtl. im Rachenraum gestochen wird.

Einen schönen Sommer wünscht euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

Kommentare:

  1. Emils Frauchen29. Mai 2008 um 14:12

    Einer meiner Hunde schnappte einst nach einer Biene. Sie stach ihn in den hinteren Zungenbereich. Ich habe ihn sofort ins Auto gepackt und bin zum TA gerast. Beim TA nach 15 Minuten angekommen, versuchte mein Hund schon seine Zunge rauszuwürgen. Die Zunge war an der Stichstelle auf ca 6cm Dicke angeschwollen. Also lieber mal umsonst losfahren als abwarten.

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  2. Hi Emils Frauchen,

    das ist ja genau das, was ich auch immer sage. Lieber einmal zuviel beim Tierarzt gewesen, als einmal zu wenig und dann ist es vielleicht zu spät... Bei einem Stich im Maul würde ich auch sofort losrasen! (Wenn ich Alex allein zu Hause lassen muss, bleiben aus diesem Grunde auch immer alle Fenster geschlossen und ich kontrolliere bevor ich gehe nochmal ob auch keine Bienen, Wespen oder Hummeln hier drin sind.

    Ich habe mit meinen Tieren (egal ob es Hunde, Pferde, Katzen oder Meerschweinchen waren) auch immer die Erfahrung gemacht, dass Tierärzte dann i.d.R. auch kulant genug sind zu sagen: "War ja nicht so schlimm, das brauchen Sie nicht zu bezahlen." Tierarztbesuche aus Kostengründen zu verschleppen ist meiner Meinung nach sowieso am falschen Ende gespart. Erstens würde ich mir nie verzeihen zu lange gewartet zu haben, und zweitens lassen sich fast alle Krankheiten oder Verletzungen deutlich schneller, einfacher (und somit auch billiger) kurierern, wenn man gleich zum TA geht.

    Ich habe bisher immer das Glück gehabt bei Tierärzten zu landen, die ehrlich und fair genug sind auch mal zu sagen: "Das ist nicht so schlimm, da brauchen wir gar nichts dran zu machen" oder mir einfach Hausmittel empfohlen haben ohne was dafür zu berechnen. Es bruhigt ungemein, wenn sich eine Sache als harmlos rausstellt, aber man es trotzdem mal checken lassen hat. Und für den Hund ist es auch eine gute Übung beim TA mal nur einen harmolsen Check und ein Leckerli statt einer Spritze zu bekommen. ;o)

    LG Alex' Frauchen

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