Dienstag, 6. Mai 2008

Billige Hundewelpen: Mopswelpe Pino - ein trauriges Schicksal als typisches Beispiel


In der Vergangenheit haben wir hier bereits mehrfach vor dem Kauf von billigen Hundewelpen gewarnt. Am 28.02.08 berichteten wir hier über die Aufdeckung eines illegalen Welpenhandels nahe Euskirchen. „Ein Glück, diesem Händler wurde das Handwerk gelegt“, könnte man denken. Doch die Realität sieht leider anders aus. Wir möchten euch heute einen konkreten Fall vorstellen. Die traurige Geschichte von Pino, einem Mopswelpen.

Nur 6 Tage, nachdem die 26 Welpen aus dem illegalen Hundehandel beschlagnahmt worden waren, soll der illegale Hundehandel schon wieder floriert haben. Wie auf der Website truefelloesnart berichtet wird, wurden der hübsche Mopswelpe Pino und sein Bruder zum Kauf angeboten. Die Käufer hatten bis dahin noch nichts von dem illegalen Hundehandel gehört und schöpften keinerlei Verdacht, denn die Hundehändler sind vorsichtiger geworden - sie präsentierten sogar eine Hündin, die sie als „Muttertier“ ausgaben, um auf die Käufer seriös zu wirken. Die niedlichen Mopswelpen wirkten auf den ersten Blick gesund und munter (siehe Foto links), so zögerten die Käufer auch nicht lange, und nahmen den Mopswelpen Pino mit.

Die Freude über den neu erstandenen Mopswelpen wich jedoch schnell der Sorge: Zunächst zeigten sich nur ein paar kleine rote Poeckchen an den Vorderbeinen, ähnlich einer allergischen Reaktion. Obwohl der Hund sofort zum Tierarzt gebracht wurde, breiteten sich die Pöckchen jedoch immer weiter aus, bis schließlich der ganze Körper des jungen Hundes mit eitrigen und juckenden Pusteln bedeckt war. Verschiedene Tierärzte wurden konsultiert - erfolglos. Homöopathen wurden hinzugezogen, doch alle Versuche der Mediziner und Homöopathen blieben erfolglos - der Mopswelpe wurde immer kranker und kranker. Am 27. April 2008 versagten schließlich auch noch seine Nieren. Pino musste eingeschläfert werden, um ihn von seinem Leiden zu erlösen. Das Foto entstand 2 Tage vor seinem Tod. (Zum Vergrößern Foto anklicken). Der Anblick zerreißt einem das Herz - zu deutlich sieht man dem armen kleinen Kerl an, dass er den Kampf gegen seine Krankheit aufgegeben hat. Er wurde nur 20 Wochen alt ...

Es ist fast schon unwürdig ein solches Foto zu veröffentlichen. Aber wir möchten mit diesem traurigen Beispiel noch einmal ganz ausdrücklich davor warnen Welpen zu Schnäppchenpreisen zu kaufen! Der Fall macht deutlich, dass sich die Hundemafia nicht von Strafen abschrecken lässt. Der einzige Weg ihnen das schmutzige Handwerk zu legen ist es immer und immer wieder davor zu warnen, damit niemand mehr Hunde von solchen dubiosen „Massenvermehrern“ kauft. Ich möchte noch mal alle Hundefreunde bitten, diese Informationen immer und immer wieder zu verbreiten, damit nicht noch mehr ahnungslose Leute darauf hereinfallen. Denn für jeden Hund, den die Hundemafia verkauft, werden wieder neue „nachproduziert“.

Quelle Fotos & Infos: http://truefellowsnart.tr.funpic.de/ Einen ganz lieben Dank an Vera, die uns die freundliche Genehmigung erteilt hat, die Fotos und Infos hier veröffentlichen zu dürfen.

Siehe auch: > Vorsicht beim Welpenkauf, > Handel mit "Billigwelpen" boomt, > Illegaler Welpenhandel in Euskirchen aufgedeckt

Bitte liebe Hundefreunde - widersteht der Versuchung einen Welpen aus solchen unseriösen Quellen zu kaufen! Auch wenn es schwer fällt - mit jedem Kauf unterstützt ihr dieses Elend und Tierleid! Erspart meinen armen Hundekollegen dieses Leid.

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann)


Kommentare:

  1. Oh mein Gott, der arme Hund... Das Bild... das tut einem in der Seele weh. Wie kann es sein, daß diese Verbrecher ein paar Tage nach der Razzia fröhlich weitermachen? Vor allem, wo die doch sowieso schon eine dicke Akte bei der Polizei hatten? Da sieht man, daß die Strafen in solchen Dingen einfach ein Witz sind! Darüber lachen sich solche Leute doch tot. Ein paar Euro Geldstrafe... Na und? Dann werden eben noch ein paar Welpen mehr "gemacht" und schon stimmt die Kasse wieder. Das ist echt zum heulen!

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  2. Hallo
    wie beschrieben sind sie vorsichtiger geworden ich habe am 11.9.2009 einen Hund hier in Deutschland gekauft,ja ich habe einen ersatz für meinen chihuahua gesucht den ich leider nach 10 jahren einschläfern lassen musste.ich war froh einen hund gefunden zu haben den ich bezahlen konnte,es war alles sehr glaubwürdig,erst zu hause kamen die zweifel ich musste erst zum tierarzt,er war verfloht ohne ende.wo kann man sich den hinmelden um soetwas aufzudecken,im moment steh ich mit dem veterinäramt in verbindung,aber ich möchte schon das solchen das handwerk gelegt wird,es geht sogar soweit das ein tierarzt dafür existiert.

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