Montag, 21. April 2008

Die passende Antwort!

Einfach herrlich! Diesen Text fand ich auf nachrichten.at. Offenbar hatte ein Herr G.R. aus Linz per Leserbrief gebeten, man solle doch mal was gegen Hunde schreiben. (Als gäbe es davon nicht schon mehr als genug!) Man reagierte prompt und schrieb - hier die passende Antwort auf den Leserbrief der Herrn G.R., geschrieben von Peter Hirsch, der uns freundlicherweise die Genehmigung erteilt hat, seinen Artikel hier zu veröffentlichen:

"Gast und Hund

Hunde, Kinder, Handys, Raucher und andere arge Störer.


Herr G. R. aus Linz bittet mich erregt: „Bitte schreiben Sie gegen Hunde in Gastlokalen, auch wenn Sie selbst Fifi-Besitzer sein sollten!“ Ich wills versuchen.

Anmerkung 1: Obwohl ich vier Katzen habe, mag ich Hunde.

Weiter in Herrn R.s Brief: „Müssen die Leute ihre Köter in beste Restaurants mitnehmen? Habe ich im Verdi und Herberstein erlebt! Die Hunde brun... und schei... sich vor dem Restaurant aus, wischen ihr verseuchtes Gemächt am Mobiliar ab, oder dürfen, wie erlebt im Kaffeehaus Traxlmayr, auf der Polsterbank Platz nehmen. Meist aber liegen sie ,eh nur’ unter dem Nachbartisch und kriegen einen Trinknapf, aus dem sie laut herausschlabbern.“

Anmerkung 2: Ich kenne Gäste, die beim Trinken schlürfen und beim Essen schmatzen, und ich fürchte, dass dies einen sensiblen Hund stören könnte.

Weiter in Herrn R.s Text: „Der Köter stinkt unter dem Tisch, da kann sich der Koch noch so abmühen, das feine Aroma geht für den Esser verloren. Wo liegt die Grenze? Welche Tiere darf man ins feine Restaurant mitnehmen? Der Nächste bringt eine Kuh mit ins Lokal.“

Weiters stören Herrn R. Gäste „in abgefuckten T-Shirts und Jeans“ sowie das Klingeln und andere Handygeräusche.

Ach ja, ich sollte gegen die Hundebelästigung schreiben, und jetzt sind von 48 Zeilen nur noch neun übrig. Also kurz: Mich ärgern gut erzogene Hunde nicht. Für Herrn R. habe ich allerdings auch ein wenig Verständnis, auch wenn ich bei ihm eine leichte Hunde- bzw. Hygienephobie diagnostiziere. Herr R. ist mir jedenfalls weit sympathischer als Gäste, die sich von nicht ganz leisen Kindern und körperlich und geistig Behinderten im Lokal gestört fühlen."

Zu den letzten Sätzen müssen wir jetzt jedoch noch eine Anmerkung loswerden - das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Wir halten es durchaus für möglich, ja, sogar für sehr wahrscheinlich, dass sich jemand wie Herr R. auch dadurch gestört fühlen würde. Vermutlich hat er dies nur nicht zu schreiben gewagt - das wäre momentan vielleicht etwas zu sehr gegen den Mainstream. Dann lieber Stimmung gegen Hunde machen, das ist ja sowieso gerade im Trend. Vielleicht war aber einfach sein Leserbrief auch auf eine bestimmte Zeilenanzahl begrenzt, und somit nicht genug Platz um alles aufzulisten, was Herrn R. sonst noch so stört. ;o)

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

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