Freitag, 7. März 2008

Hundelobby Kiel - mit gutem Beispiel voran

Die HundeLobby Kiel e.V. setzt sich für ein besseres und freundliches Miteinander von zwischen Hundehaltern und Nichthundehaltern, das durch rücksichtvolles und vorbildhaftes Verhalten seitens der Hundebesitzer gefördert werden soll. So setzte sich die HundeLobby Kiel jetzt auch in Eckernförde ein, als Ratsherr Ralph Krüger (CDU) ein generelles Hundeverbot am Strand forderte. Etwa 25 Hundefreunde hatten sich im Lindenhof in Eckernförde zur Gründungsveranstaltung der Gruppe Eckernförde am 4.3.08 eingefunden. Nach einer kurzen Vorstellung der HundeLobby-Kiel e.V. durch den Vorstand entwickelte sich eine angeregte und interessante Diskussion unter Leitung der Sprecherin der Gruppe, Frau Poser. Grundsätzlich wurde zunächst festgestellt, dass nicht einzelne Fälle von Fehlverhalten seitens einiger weniger Hundehalter zu einer pauschalen Verurteilung und Diffamierung aller Hunde und Hundehalter führen darf, die dann in einer unverhältnismäßig strengen Gesetzgebung, Freilaufverbot am Strand oder anderen hundefeindlichen Maßnahmen hinauslaufen.

„Hundehalter tragen auch erheblich zum Steuereinkommen der Stadt bei“, erklärte der Vorsitzende Volker Darnstedt – ein Grund, auch deren Interessen zu berücksichtigen. Nach Auskunft der Stadtkämmerei gibt es immerhin rund 1080 angemeldete Hunde in Eckernförde. Die Halter zahlen jährlich 50 Euro Hundesteuer für den ersten Hund, je weiteren Hund erhöht sich die Steuer: 60 Euro für den zweiten, 70 Euro für den dritten. (Anmerkung: Gemessen an anderen Hundesteuersätzen noch relativ günstig.)

Vorbildliche Aktionen der Hundehalter

Doch darüber hinaus wollen die Hundefreunde der Kieler HundeLobby auch Vorbild sein und ein besseres Verhältnis durch rücksichtvolles und vorbildhaftes Verhalten seitens der Hundebesitzer fördern. Auch eine geplante Strandsäuberungsaktion an den Stränden in Eckernförde und Kiel bringt den guten Willen zum Ausdruck. Um grundlosen Hundeängsten in der Bevölkerung entgegenzuwirken wurde angeregt, mit Hunden wieder verstärkt in Schulen zu gehen und den Kindern den richtigen Umgang und die Verhaltensweisen zu zeigen. Die Gruppe Eckernförde will darüber hinaus den Hundehaltern bei Erziehungsfragen helfen und Seminare anbieten, rechtliche Hilfestellungen geben oder mit gemeinsamen Aktionen hervortreten.

Alle Hundefreunde sind herzlich willkommen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Frau Poser Tel.: 04352 912 585. Der nächste Stammtisch der Gruppe Eckernförde ist am 08.04.08 im Lindenhof, Bergstraße. Beginn: 19:00 Uhr.

Das finden wir TOP! Schade, dass wir so weit weg wohnen. Aber vielleicht liest das ja jemand, der in der Nähe wohnt, und sich anschließen möchte? Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

(Quellen: kn-online, HundeLobby Kiel)

Kommentare:

  1. Dann sollen sie nach Schönhagen fahren, da gibts nen großen Hundestrand :D
    Ich bin fieß, ich weiß. Aber mal so zum Vorstellen für Leute, die da nicht in der Nähe wohnen. Eckernförde hat das gleiche Problem wie alle anderen Städte in der Umgebung, es lebt von den Touristen.
    Und die kommen im Sommer, um Ferien an der Ostsee zu machen. Dafür braucht man viel Strand. Der Strand liegt eh nicht so pralle, weil genau an der B76, jedenfalls finde ich das.
    Und die Leute, die an den Strand gehen, bezahlen Kurtaxe, was die Einheimischen mit ihren Hunden nicht zahlen. Und leider ist der Strand in Eckernförde auch nicht so riesig lang, dass man da ohne weiteres einen Hundestrand abgrenzen könnte (Mal ganz ab davon, dass es mir persönlich zu gefährlich wäre, meinen Hund Laufen zu lassen, eben wegen der Straße).
    Aber ich kann verstehen, dass sie das gerne hätten, vielleicht findet sich ja ein Kompromiss, aber ich denke nicht, dass es dort einen riesen Hundestrand geben wird. Sonst eben ins Auto (das mach ich ja auch) und an die Schlei oder nach Damp fahren, da gibt es auch nen Hundestrand.

    Aber es ist schön bei uns, wer mit seinem Hund Ferien an der Ostsee machen will, dem sei Schönhagen empfohlen, da gibt es sogar zwei Hundestrände, einen kleinen zum einfach mal schnell ins Wasser springen und einen längeren, für Spaziergänge.

    Lg Polly

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  2. Hi Polly,

    es geht ja weniger um die Touristen mit Hund, denn die machen ohnhin nur dort Urlaub, wo Hunde auch willkommen sind. ;o) Es geht in Eckernförde wohl darum, dass die Anwohner mit ihren Hunden komplett vom Strand verbannt werden sollen, wenn es nach dem Ratsherrn Krüger ginge.

    Es gibt dort wohl auch einen kleinen Hundestrand, allerdings - wie du schon schreibst - direkt an der B76. Früher gab es wohl eine Zaun, der die Straße abgrenzte, der soll aber jetzt demontiert worden sein. Das ist einer der Punkte, den die Hundelobby Kiel bemängelt.

    Was den Urlaub betrifft gilt für uns: Wo der Hund nicht willkommen ist, wird auch kein Cent aus der Urlaubskasse ausgegeben. Ganz einfach. ;o) Und mir schient, so langsam begreifen das auch immer mehr Unternehmer - inzwischen gibt es schon wieder deutlich mehr Angebote hundefreundlicher Hotels, Pensionen usw. als noch vor 5 Jahren. Viele, die vor einigen Jahren noch Hunde strikt ablehnten, haben inzwischen wieder das Symbol mit dem Hund im Reisekatalog. ;o)

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  3. Das glaub ich dir. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die komplett vom Strand verbannt werden, von Oktober bis Mai dürfen die an den Strand, auch da, wo kein Hundestrand ist. Das darf ich mit meinem Pferd auch ;)
    Was ich allerdings meinte ist, dass es schwer ist, in einer Region, die vom Tourismus lebt, an Anwohner seine Rechte/Bedürfnisse durch zu setzten, spätestens im Sommer sind die Touristen wichtiger, weil die mehr Geld bringen. Da habe nicht nur ich schon oft drüber geflucht. Zum Beispiel dass eher die Anwohner ein Ticket fürs Falschparken kriegen als die Touris, weil die sollen ja wieder kommen...
    Ich wünsch es ihnen, dass es klappt. Ich kann da nicht mitmachen, ich studiere ja nun in Budapest. Ich wollte nur die Situation ein bisschen erklären :)

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  4. Danke dir für die Erklärung. :o)

    Pferde können sie wahrscheinlich am Strand auch nicht verbieten - schließlich wollen ja sicher auch viele Touris Strandritte machen. ;o)

    Ausserdem gibt es ja (ZUM GLÜCK!) noch keine 'Pferdefeindlichkeit' in dem Sinne, wie es die Hundefeindlichkeit gibt. (Obwohl ich persönlich interessanetrweise schon mehrmals von Pferden gebissen wurde, aber noch nie von einem Hund. Und die Haufen eines Pferdes sind bekanntlich auch größer. ;o) Damit aber jetz kein falscher Eindruck entsteht: Ich liebe Pferde genau so wie Hunde! (Mir fiel das nur gerade so ein.)

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  5. Klar können sie :D
    Strandritte gibt es hier kaum, weil eben fast alle Strände Kurstrände sind. Ich glaube dass nur ein Reitstall hier in der Umgebung Strandritte anbietet, im Sommer, vom Mai bis Oktober haben Pferde bei uns am Strand nichts zu suchen. Der besagte Reitstall geht, glaub ich, an den Hundestrand. Und man höre und staune, soo pferdefreundlich sind die Leute hier dann doch nicht. Ich erinnere mich an jemanden, der mich dazu aufrief, abzusteigen und die Äppel aufzuheben, die mein Pferd grade fallen gelassen hat, auf der Straße :D Dabei war der grade dabei ein Beet zu machen und hätte so schönen Dünger gehabt ;)Und ich hatte keine passende Tüte dabei.
    Was die Hundefreundlichkeit angeht, hmm, da habe ich jetzt keine negativen Erfahrungen gemacht.

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  6. Nee, die Hundelobby Kiel ist uns zu weit weg, um da mitzumachen, auch wenn es unsere alte Heimat ist und wir gerne mal nach Eckernförde fahren.
    Aber dafür haben wir jetzt die Hundelobby Dresden gegeündet :-)
    http://briard-blog.de/blog/post/1/812

    Wuffwuff
    Merlin *heute ohne Dojan*

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