Samstag, 8. März 2008

Gnade für indische Straßenhunde

Rund 100 000 streunende Hunde soll es allein in der nordindischen Stadt Sringar geben. Ein großes Problem, denn nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation sollen mehr als 60 Prozent der weltweit geschätzten 35.000 Tollwutfälle auf Indien entfallen. Wie der Kurier.at am 06.03.08 berichtete, sollten die 100 000 Straßenhunde allesamt vergitet werden. Rund 500 Hunde waren bereits vergiftet worden. Doch wie heute in den nzz.ch-Nachrichten zu lesen ist, gaben die Behörden am Freitag, den 07.03. bekannt, der Plan sei aufgegeben worden.

Einen Grund für den plötzlichen Kurswechsel nur einen Tag nach Bekanntgabe des geplanten Programms nannte der Sprecher nicht. Die Vermutung liegt jedoch Nahe, dass man dem Drängen der Tierschützer nachgab, die angekündigt hatten vor Gericht zu gehen. Statt der Vergiftung wollen die Behörden nun gemeinsam mit den Tierschützern und dem Umweltministerium einen Plan zur Sterilisierung der streundenden Hunde ausarbeiten. Das Einsehen kam zwar für 500 (vermutlich qualvoll) am Gift verendete Hunde zu spät, aber es ist dennoch erfreulich, dass die Tierschützer Erfolg hatten. Ein typisches Beispiel dafür, wie wichtig Tierschutz ist. Hoffen wir mal, dass man das Problem nun auf humane und zivilisierte Weise in den Griff bekommt.

Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann, der froh ist, dass es ihm im Vergleich zu vielen Hunde-Kollegen so verdammt gut geht...)
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