Freitag, 25. Januar 2008

Wieder ein Fall grausamer Tierquälerei

Es ist erst wenige Tage her, dass uns die Meldung über den zu Tode gequälten Dobermann erschüttert hat. Heute berichtet Krone.at von einem weiteren schrecklichen Fall, der sich in Marchegg (Niederösterreich) ereignet hat. Die scheue und schreckhafte Berner Sennenhündin Gina war bereits seit Silvester verschwunden. Sie hatte sich bei der Knallerei erschrocken und reißaus genommen, berichtet ihr Frauchen. Die Familie machte sich sofort auf die Suche nach der geliebten Hündin. Sie klapperten Tierheime ab, verteilten Flugblätter usw., doch Hündin Gina blieb verschwunden.

Vor wenigen Tagen dann die Schreckensnachricht: Eine Nachbarin hatte den Toten Hund an einem Bahnübergang gefunden. Besonders mysteriös: Die Hündin lag ohne Halsband genau zwischen den Schienen. Die Veterinärin, die den Hund untersuchte, hält es für ausgeschlossen, dass Gina vor den Zug gelaufen und so verunglückt war. Sie hatte keine äußerlichen Verletzungen und war auch nicht abgemagert, aber man hatte der Hündin sämtliche Knochen gebrochen und in den Kopf geschossen.

Ich weiß nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Es ist einfach nur noch erschreckend, was auf dieser Welt passiert. Weder in dem Artikel der Krone, noch in dem Artikel der Express stand zwar explizit vermerkt, dass hier auch noch Zeugen gesucht werden, aber ich bin sicher, die Hundebesitzer wären für jede Zeugenaussage sehr dankbar, die zur Aufklärung des Falles beitragen kann. Sicherlich ist auch die Polizei in Niederösterreich für Zeugenaussagen zu dieser Tat dankbar. Darum möchte ich hier nochmal an alle appelieren: Wer zu diesen (oder auch anderen Fällen) irgendetwas gesehen oder bemerkt hat, sagt bitte aus! Vielleicht ist ja jemandem aufgefallen, dass einer plötzlich seit Silvester eine ausgewachsene Berner Sennenhündin hatte, die jetzt nicht mehr da ist? Vielleicht hat jemand sogar die Tat beobachtet? Den Schuss gehört, oder gesehen, wie der Hund auf die Bahnschienen gelegt wurde? Dann zögert bitte nicht, eine Zeugenaussage zu machen! Wie Simmy in dem Kommentar bei der Dobermann-Geschichte Albert Einstein so schön zitiert hatte: "Unsere Welt wird nicht von denen bedroht, die böse sind, sondern auch von denen, die das Böse zulassen!"

Traurige Grüße, euer Alex

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Kommentare:

  1. Hiho Alex,

    deine letzten Postings haben uns erschüttert. Thüringen, Berlin-Westend, Österreich...
    Was mich allerdings auch aufregt, ist die Scheinheiligkeit der Medien. Ich wette 1000 riesige Parmaschinken-Knochen, dass die gleichen Zeitungen, die sich zuletzt über perverse Vierbeiner-Sadisten aufregten, uns auch schon oft genug als "wilde Beißmaschinen", "kackende Köter" und ich weiß nicht, als was nicht noch alles tituliert haben. Entsprechende Beispiele haben wir oft genug diskutiert. Da wundert es kaum, dass die Zweibeiner-Gesellschaft äußert aggressiv polarisiert wird, wie sich ja auch in den Kommentaren zu der Thüringen-Geschichte in deinem Blog zeigt.
    @anonym: dein Kommentar ist indiskutabel und peinlich!
    Ich stimme Alex zu, die Augen auf zu machen und jeden Sadismus gegenüber Schwächeren und Vierbeinern zu melden. Einzuschreiten, wenn es möglich ist und nicht müde zu werden, Leserbriefe oder Mails zu verfassen, die unreflektierten und nur der Quote ihres Blattes oder ihrer Sendung verpflichtet zu sein scheinenden Journalisten die Folgen ihres Tuns klar zu machen!

    *wuff*
    Happy

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  2. Hi Alex!

    Bin total erschüttert über deinen letzten Bericht. Ich kann es nicht fassen, dass man überhaupt fähig ist, so etwas zu machen. Ich bin entsetzt und masslos traurig.

    Wir versuchen sooft es geht den Menschen zu helfen. Unsere Spezies suchen Vermisste in Lawinen, in Trümmern, retten Leben, heitern Menschen auf... und und und. Dafür dürfen wir auf der Welt sein. Klar, es gibt auch Vierbeiner, die sich daneben benehmen. Solche gibt es auch bei den Zweibeinern... und die werden trotz allem, was sie anstellen, viel viel besser behandelt.
    Dein Dajosch, der mit solchen Ungerechtigkeiten nicht klar kommt.

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  3. Du hast vollkommen Recht Happy. Auch uns haben diese Meldungen erschüttert. So sehr, dass wir kaum noch Lust hatten, nach weiteren Hunde-News zu recherchieren. Leider halten sich die Medien mit solchen Berichten auch sehr zurück. Dazu findet man bestenfalls in der regionalen Presse einen kleinen Artikel, mehr nicht.

    Bei Hetzartikeln gegen Hunde ist es ganz anders. Erscheint einer davon - egal ob es um einen Hundebiss oder Hundekacke geht - erscheint dieser Artikel in hunderten von Zeitungen und Online-Portalen. Darauf ist Verlass - wochenlang immer und überall die gleichen Hetzartikel. 100 bis 200 Artikel über einen einzigen Hundebiss sind keine Seltenheit.

    Ein Bericht über solche brutalen Tierquälereien, mit der Bitte Zeugen mögen sich dazu melden, findet man 1 mal in der regionalen Presse. Für jede Sachbeschädigung, jedes zerkratzte Auto werden wesentlich mehr Zeugenaufrufe gestartet. Das ist wirklich traurig.

    Gerade eben fand ich noch einen Artikel. Am Dienstag hatte es in München einen Anschlag mit Wurstködern auf Hunde gegeben. Zum Glück konnte die Hundebesitzerin ihrem Collie-Mischling die Wurst noch rechtzeitig abnehmen - die Wurst war mit Nägeln gespickt.

    Die Meldung zu der Wurstköder-Attacke auf Hunde hier

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  4. @ Dajosch: Das geht uns genau so...

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  5. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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