Montag, 28. Januar 2008

Hundeernährung: Selber kochen für den Hund

Zum Thema selbst kochen für Hunde gab es in letzter Zeit einige Fragen und Suchanfragen. Darum heute mal ein paar allgemeine Informationen zum Thema “selber kochen für den Hund” und meine persönlichen Leibgerichte.

Ein Satz, den man im Netz sehr häufig liest ist der Satz: “Der Hund ist ein Fleischfresser”. Der Begriff ist jedoch ein wenig irreführend, eigentlich müsste es eher “Beutefresser” heißen, denn der Hund frisst nicht allein das Fleisch sondern würde das ganze Beutetier verspeisen. Inklusive Haut, Innereien und unverdaulicher Komponenten, wie z. Bsp. Pflanzliches, faseriges Material aus dem Magen- und Darminhalt des Beutetieres. Diese pflanzlichen Bestandteile sind wichtig für die Funktion des Verdauungstraktes beim Hund. Fleisch allein reicht also nicht für eine ausgewogene Ernährung des Hundes.

Um es noch genauer zu definieren: Biologisch gehört der Hund zu den Raubtieren (Carnivoren), genauer definiert aber in die Überfamilie der Hundeartigen (Canoidea). In diese Familie der Canoidea gehören neben dem Hund nicht nur der Wolf, sondern ebenso auch der große Panda (der bekanntlich - obwohl den für ein Raubtier typischen Verdauungstrakt hat - ein reiner Pflanzenfresser ist) und Omnivoren wie Bär, Waschbär und andere Tiere. Das Verdauungssystem des Hundes ist relativ anpassungsfähig, und von Natur aus dafür vorgesehen, in Notzeiten auch mit überwiegend pflanzlicher Nahrung auszukommen. Würde man den Hund jedoch ausschließlich mit Fleisch füttern, würde er bald am sogenannten „All-Meat-Syndrom“ erkranken. Insofern führt die viel zitierte Bezeichnung "Fleischfresser" leicht zu fatalen Missverständnissen. Als Omnivoren ("Allesfresser") bezeichnet man Tiere, die sich relativ ausgeglichen sowohl von Pflanzen als auch von Tieren ernähren. Wissenschaftlich anerkannte, scharfe Abgrenzungen von „Allesfressern“ (Omnivoren) zu „Fleisch“- (Karnivoren) bzw. „Pflanzenfressern“ (Herbivoren) gibt es übrigens nicht.

Allerdings muss man beachten: der Hund hat ein anderes Gebiss & Fressverhalten als ein reiner Pflanzenfresser. Ein Hund macht keine Kaubewegung, bei der pflanzliche Nahrung zermahlen wird, daher können die Zellwände pflanzlicher Nahrung nicht so zerkleinert werden, dass die Nährstoffe aufgenommen werden können. Aus diesem Grunde kann rohes Gemüse vom Hund nicht richtig verdaut werden. Der Mageninhalt der Beutetieres wäre ja bereits vorgekaut und vorverdaut, und somit auch für den Hund verträglich und verwertbar. Keine Angst, liebe Zweibeiner - ihr müsst uns Hunden die Möhrchen nicht vorkauen. ;o) Es gibt verschiedene Möglichkeiten & Verfahren pflanzliche Nahrung wie Gemüse und auch Getreide so aufzubereiten, dass der Hund sie verdauen und die enthaltenen Nährstoffe aufnehmen kann. Mein Frauchen kocht mein Gemüse, bzw. dünstet es schonend und zerkleinert es fein gehackt. (Barfer pürrieren es meist.)

Gemüse

Gemüse liefert neben Ballaststoffen, auch wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Ich weiß nicht, ob wir alle Gemüsesorten kennen, die ein Hund fressen darf. Meine persönlichen Lieblingsgemüse sind:

- Karotten / Möhren
- Spinat
- Zucchini
- Fenchel
- Erbsen
- Pastinaken
- Liebstöckel
- Brokkoli (Bei Brokkoli bitte nur sehr kleine Mengen und vor allem NIE ROH füttern! Bei manchen Hunden reizt Brokkoli den Magen-Darm Trakt.)

Natürlich sollte man immer mit sehr kleinen Mengen anfangen und schauen, wie der Hund es verträgt. Bei mir gab es noch nie Probleme mit dem gekochten Gemüse, aber jeder Hund reagiert natürlich anders, daher langsam anfangen! Auch Salate, Rote Beete & Tomaten (nur ungespritzt!) gibt es ab und zu mit ins Futter - fein gehackt und in kleinen Mengen. Manche pürieren Gemüse und Salate auch. Gemüse, die stark blähen können, wie verschiedene Kohlsorten und Bohnen kommen nicht im meinen Napf. Wer kochfaul ist, oder wenig Zeit hat, kann auch auf vegetarisches Fertigfutter zurückgreifen. (Weiter unten mehr dazu.) In meinen Napf kommt dann noch Fleisch vom Bio-Bauern (weil wir Fleisch aus Massentierhaltung sowohl aus gesundheitlichen Gründen, als auch aus ethischen Gründen strikt ablehnen, wie ihr ja inzwischen wisst ;o), oder eben auch Fisch.

Cerealien / Kohlenhydrate

Ballaststoffe sind schwer und unverdauliche Stoffe. Pflanzliche Bestandteile, welche die Darmtätigkeit fördern und Kohlenhydrate liefern. Auch Cerealien enthalten zusätzlich je nach Sorte wertvolle Vitamine & Vitalstoffe. Gleichzeitig halten sie aber auch die Darmbakterien im Gleichgewicht und sorgen für eine optimale Kotkonsistenz. Auch Getreidekörner müssen vor dem Verfüttern aufgeschlossen werden, um schließlich vom Hund verdaut werden zu können. Sie werden entspelzt, poliert (Reis), zu Flocken gequetscht (Hafer), vorgekocht usw. Als Lieferant für Kohlehydrate dienen uns:

- Kartoffeln (nur gekocht, NICHT roh!)
- Getreide (Hirse, Reis, Mais, Haferflocken)
- oder zur Abwechslung auch mal ein paar Vollkorn-Gemüse Nudeln oder Buchweizen-Nudeln. (Glutenfrei)

Zu Beachten:

Frische Weizenkeime sind reich an Vitaminen der B-Gruppe, Vitamin E, pflanzlichen Fetten. Sie enthalten auch Amino-Säuren und Spurenelemente wie Zink, Mangan, und Magnesium. Frische Weizenkeime gelten als eines der vollwertigsten und enzymreichsten Nahrungsmittel. Allerdings raten einige Tierärzte zur Vorsicht bei der Verfütterung von Weizen an Hunde mit Arthrose. Auch Roggen, Dinkel und Gerste enthalten Klebereiweiße (Gluten), die sich bei Arthrose negativ auswirken sollen und daher - wenn überhaupt - nur sehr sparsam eingesetzt werden sollten. Hafer enthält zwar auch Glutine, aber in einer anderen Aminosäuresequenz. Daher gilt Hafer als weniger bedenklich.

Glutenfrei, und damit besser geeignet sind Reis, Wildreis, Mais, Kartoffeln, Buchweizen (nur geschälte Körner! - Meh dazu im Kommentarbereich dieses Artikels) und Hirse. Hirse ist sehr gut als Cerealie zur Hundefütterung geeignet. Sie enthält mehr Mineralstoffe als andere Getreidearten. Hirse ist zum Beispiel reich an Biotin, Lezithin, Kieselsäure und Eisen. Außerdem löst das in der Hirse enthaltene Protein keine Allergien aus. Hirse kann man, (wie auch Reis) im vorgekochten (aufgepufften) Zustand kaufen. So vorbereitet, und 5 Minuten in warmem Wasser eingeweicht ist sie sehr gut & leicht verdaulich für Hunde. Auch bei Hunden, die zu Blähungen oder Durchfall neigen, wird eine glutenfreie Ernährung empfohlen.

Wichtig: Das Verhältnis von Fleisch / Getreide / Gemüse muss ausgewogen sein. Ich werde mich jedoch davor hüten, hier eine pauschale Aussage zu machen, wie viel wovon zu füttern ist. Das hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Aktivität, usw. ab und ist so pauschal nicht zu beantworten. Will man den Hund mit Selbstgekochtem ernähren, empfehlen wir, sich mit entsprechenden Büchern zu dem Thema auseinander zu setzen, oder beim Tierarzt um eine gezielte Beratung für den Hund zu bitten. Es soll zwar Tierärzte geben, die einem dann lieber das eigene Futter verkaufen wollen, aber es gibt auch Tierärzte, die unabhängig beraten. (So haben wir es gemacht. Und da ich mit 12 Jahren noch sehr fit bin, glänzendes Fell, viel Energie und Blutwerte wie ein Jungspund habe, scheint die Beratung ganz gut gewesen zu sein. ;o)

Fleisch:

Wegen meiner Arthrose wurde uns geraten, rotes Fleisch nur sehr sparsam einzusetzen. Es steht im Verdacht, sich negativ auf die Arthrose auszuwirken. Darum geht Frauchen mit Rindfleisch usw. nur sehr sparsam um. Das gibt es für mich nur ab und zu mal in kleinen Mengen. Schweinefleisch kommt bei uns sowieso gar nicht in den Napf. Zum einen kann es, wenn es nicht heiß genug durch gekocht oder gebraten wurde, den für den Hund tödlichen Aujetzky-Virus übertragen, zum Anderen ist auch der Nährwert nicht so hoch und bei Arthrosepatienten wird ohnehin davon abgeraten. Auf meinem Speiseplan stehen hauptsächlich:

- Huhn
- Pute
- Fisch
- Und ab und zu etwas Lamm

Wie hier in unserem Hundefuttertest schon einmal angesprochen, gilt die Verwendung von nur einer Fleischsorte pro Mahlzeit als besser verträglich und besser verdaulich. Da wir sowohl aus ethischen, als auch aus gesundheitlichen Gründen absolut gegen Massentierhaltung sind, kommt das Frischfleisch vom Bioland-Bauern. Hier werden die Tiere artgerecht gehalten und nicht mit Antibiotika und anderen Wachstumsfördernden Mitteln voll gepumpt. So viel teurer, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es eigentlich auch nicht. Das Thema hatten wir ja im Hundefutter-Vergleich schon einmal. Und neben dem Fleisch, gibt es auch jeweils die entsprechenden Innereien dazu, wie zum Beispiel Herzen, Mägen, Leber, usw. (Hühnerhälse, Putenhälse und Innereien usw. bekommt man auch beim Bio-Bauern sehr preiswert.) Bindegewebsreiche Schlachtabfälle wie Sehnen, Knorpel, Milz, Därme, Lunge usw. sind zwar eiweißreich, aber nicht besonders gut verdaulich. Außerdem ist das Kalzium / Phosphorverhältnis in Bindegewebsreichen Schlachtabfällen ungünstig, darum sollte der Anteil solcher Schlachtabfälle im Verhältnis zum Muskelfleisch nicht zu hoch sein. Ferner ist der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen niedrig.

Fisch liefert hochwertiges und leicht verdauliches Eiweiß. Das Thema Fisch in der Hundeernährung hatten wir ja hier schon einmal ausführlich beschrieben.

Sonstige tierische Eiweiße:

Ab und zu gibt es bei uns auch mal ein gekochtes Ei, etwas Hüttenkäse (Frischkäse), Naturjoghurt oder Magerquark.

Obst:

Auch etwas Obst kann den Speiseplan des Hundes sinnvoll ergänzen. Wegen der im Obst enthaltenen Fruchtsäuren, gibt es Obst bei uns aber nur in sehr kleinen Mengen, die Frauen dann klein gerieben zum Futter gibt, oder auch mal mit einem Löffelchen Hüttenkäse oder Naturjoghurt serviert. Das sind zum Beispiel Äpfel (fein gerieben) oder auch mal ein Stückchen Banane. (Bananen sin leicht gedämpft für den Hund besser verdaulich.)

Öle und Fette

Fette sind besonders energiereich, daher sind sie bei Hunden die zu Übergewicht neigen sparsam einzusetzen. Da ich mein Frauchen immer genau beim Kochen beobachte, kann ich euch auch sagen, welches Öl sie verwendet, wenn sie für mich kocht: Distelöl, Sonnenblumenöl, Sesamöl oder Maiskeimöl. Auch Weizenkeimöl, Sojaöl, Nachtkerzenöl und Olivenöl (enthält u.A. auch Omega 9 Fettsäuren) können verwendet werden.

Sonstiges:

Zusätzlich kann man auch noch etwas grüne Mineralerde ins Futter geben. Sie liefert zusätzliche Mieralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und Selen. Ob das unbedingt nötig ist, sei mal dahingestellt. Da wir zwischendurch, wenn wir unterwegs sind oder Frauchen mal keine Zeit zum Kochen hat Terra-Pura füttern, und darin schon grüne Mineralerde enthalten ist, bekomme ich keine Mineralerde zusätzlich, wenn Frauchen kocht.

ABER: Bitte keine Experimente!

Noch eine Bitte an Kochanfänger: Bitte kocht für euere Hunde nur Dinge, bei denen ihr wirklich sicher seid, dass Hunde sie auch fressen dürfen! Nicht alles, was für den Menschen gut ist, können auch wir Hunde vertragen. Trauben, Rosinen, Zwiebeln, Avocado, Auberginen, Pilze und viele andere Dinge sind sogar giftig für Hunde! Im Zweifelsfalle also lieber auf eine Zutat verzichten, wenn ihr nicht sicher seid, ob der Hund es fressen darf und nachfragen. Wie gesagt - wir empfehlen, beim Tierarzt um Rat zu fragen, und sich entsprechende Litertur zu dem Thema zu besorgen, wenn man regelmäßig für den Hund kochen will.

So liebe Hundekollegen, nun schickt die Frauchen mal an den Herd und lasst es euch schmecken. Guten Appetit wünscht euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)
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Weitere Artikel zum Thema Hundeernährung:

- Hundeernährung - darf es auch mal Fisch sein?
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- Nebenerzeugnisse - was ist drin im Hundefutter und warum empfehlen wir Bio?

Weitere Artikel folgen bald und demnächst gibt es hier auch eine Rubrik mit Futterrezepten. für Hunde. Schaut also mal wieder rein! ;o)

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Literatur zum Thema Hundeernährung / Hundefütterung:

- Ernährung des Hundes

- Hunde richtig füttern
- Hunde füttern



Wie hoch ist der Aufwand wenn man selbst für den Hund kocht?

Mein Frauchen meint: Der Aufwand ist eigentlich nicht so groß, wie man meinen mag. Relativ aufwändig war es, sich ein Grundwissen über die Hundeernährung anzueignen, das man unbedingt haben sollte, wenn man regelmäßig für den Hund kochen will, oder den Hund sogar ausschließlich mit Selbstgekochtem ernähren will. Das Kochen selbst stellt jedoch keinen großen Aufwand dar. Ich lasse das parallel laufen, wenn ich für uns koche. Sofern ich für uns kein 4-Gänge Menü zaubern muss, und noch eine Herdplatte frei habe, bereite ich dort Alex Futter zu. Da wird dann der Fisch, oder das Fleisch mit dem Gemüse (natürlich ungewürzt) einfach zusammen gedämpft, dazu wird entweder - je nachdem was es bei uns gerade gibt - etwas Reis oder Kartoffeln für Alex abgezweigt. Oder er bekommt eben als Cerealie Hirse, die ich vorgekocht (aufgeschlossen) kaufe, und dann nur mit etwas Wasser einweichen muss. Es ist also nicht so, dass ich extra für den Hund stundenlang am Herd stehe, sondern das läuft ohne großen Auffwand parallel.

Wenn es bei uns mal etwas gibt, was für den Hund weniger oder gar nicht geeignet ist (Bohnengemüse, Spargel oder ähnliches), dann greife ich auch gerne auf speziell für Hunde vorbereitete Bio-Gemüsemischungen von Terra-Pura oder Yarrah zurück, mische sein Fleisch / Fisch einfach damit und füge wiederum etwas Hirse zu. So hält sich der Aufwand wirklich in überschaubaren Grenzen. Man muss also weder ein Kochgenie sein, noch den ganzen Tag Zeit haben, wenn man dem Hund mal mit etwas selbst gekochten verwöhnen will. Wer seinen Hund jedoch ausschließlich mit selbstgekochtem ernähren will, der sollte sich unbedingt intensiv mit dem Nährstoffbedarf näher vertraut machen und auseinander setzen. Die Ernährung des Hundes ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor - so, wie eine optimale Ernährung eine vorbeugende Wirkung zur Gesunderhaltung des Hundes hat, und sogar zur Heilung oder Besserung von Krankheiten beitragen kann, kann andererseits eine fehlerhafte Ernährung den Hund krank machen. (Wobei eine fehlerhafte & krankmachende Ernährung allerdings auch durch die Ernährung mit den zahlreich im Handel angeboteten Fertigfuttern keineswegs ausgeschlossen werden kann - auch wenn die Werbung das gerne zu suggerieren versucht.)

Ein Anzeichen für eine fehlerhafte Ernährung kann es zum Bespiel sein, wenn sich der Fellwechsel sehr lange hinzieht, wie wir hier schon einmal beschrieben haben. Wenn der Hund stark riecht, oder häufig Blähungen hat, deutet dies meist ebenfalls auf eine fehlerhafte Ernährung hin. (Das zum Beispiel ist oft der Fall, wenn minderwertiges Dosenfutter gefüttert wird.) Wichtig ist es daher immer - egal ob man selbst für den Hund kocht oder Fertigfutter verwendet - den Hund genau zu beoachten und auf Veränderungen im Verhalten, der Fellbeschaffenheit, des Hundekots usw. zu achten. Um ganz sicher zu gehen lasse ich Alex zusätzlich regelmässig beim Tierarzt durchchecken. Er hat, wie schon erwähnt, mit seinen 12 Jahren immer noch Blutwerte wie ein Jungspund, ein glänzendes, seidiges Fell und klare Augen ist lebhaft und verspielt und hat einen gesunden Appetit. Bisher war der Tierarzt immer sehr zufrieden mit Alex' Gesundheitszustand. Und wir sind es auch. ;o)

Kommentare:

  1. Hi Aex!
    Will dir nur noch kurz erzählen, bevor ich ins Bett gehe, dass mich meine Leute auch gesund ernähren mit Rohfütterung. Mir geht es dadurch auch prima und meine Tierärztin ist jedes Mal oberhappy über meine Gesundheit.Jetz muss ich aber in die Horizontale, bin hundemüde.
    Träum süss von einem Putenhals
    Dajosch

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  2. Hi Dajosch,

    ja, ich weiß, es gibt inzwischen viele Fans der Rohfütterung (barfen). Mein Frauchen wäre aber zu schissig, weil es ja auch Risiken gibt. Abgesehen davon, nehme ich ihr die Frage roh oder gekocht ab, weil ich sowieso nichts Rohes fresse. ;o)

    LG dein Alex

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  3. Wer seinen Hund vegetarisch "bekochen" möchte, dem empfehle ich den Klassiker von James A. Peden
    "Vegetarische Hunde- und Katzenernährung". Peden belässt es in seinem Buch nicht bei Behauptungen, sondern belegt alles mit wissenschaftlichen und medizinischen Analysen, die auch für den Laien gut verständlich sind.
    Viele Tierärzte kommen zu Wort, und in Dutzenden von Erfahrungsberichten verschiedener TierhalterInnen finden sich zahlreiche Tipps, z.B., dass auch wählerische Katzen, bei denen die Umstellung auf vegetarisches Futter schwierig ist, durch Zugabe von Algenschnitzeln (Fischgeschmack) oder Hefeflocken (Käsegeschmack), ganz wild auf Obst und Gemüse werden (klappt übrigens auch bei Hunden).

    Geradezu revolutionär ist ein großer Rezeptteil mit veganen Rezepten für Hunde- und Katzen-, Trocken- und Nassfutter, sowohl auf Vorrat als auch frisch zubereitet. Abgerundet wird das Ganze durch ein Kapitel über den Einkauf und die Nährwerte der Zutaten. Übrigens gibt es industrielles Tierfutter erst seit den 60er Jahren, bis dahin war es selbstverständlich, Haustiere mit Resten oder Selbstgekochtem zu füttern.
    Das Buch gibt es u.a. im Onlineshop vom Vegetarier-Bund Deutschland e.V. aber auch bei Amazon. Aber unterstützt lieber den VEBU ;-)

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  4. Vielen Dank für die ausführlichen Informationen und ein großes Kompliment für diese tolle Hundeseite. Hab ich mir sofort in die Favoriten geheftet. Hier gibt es ja so unglaublich viel interessantes zu lesen, dass ich wohl noch öfter wiederkommen werde.

    Liebe Grüße
    Claudia, Chico + Jerry

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  5. Hallo Alex,

    Buchweizen würde ich nicht in der Hundenahrung empfehlen. Es enthält unter anderem Fagopyrin. Eine Substanz, die bei hellhäutigen bzw. weißen Tieren Lichtempfindlichkeit hervorrufen kann. Siehe auch die Webseit der Uni Zürich, Veterinärpharm.Institut: http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?PERLDOCS/TOXSYQRY.HTM?inhalt_c.htm .

    Ich persönlich prüfe immer alle Zutaten entweder über diese Webseite oder über die Botanikus Webseite ... ausserdem gibt es ein hervorragendes Buch zu dem Thema von Frau Dr. Rauth-Widmann über alles was der Hund nicht verträgt.

    Leider musste ich feststellen, daß die meisten Hunde-Kochbuch Autoren sich nicht die Mühe machen die Zutaten zu überprüfen. Habe noch kein fehlerfreies Buch gefunden. Das ist eigentlich ein Armutszeugnis und gibt mir zu denken.

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  6. Hallo Karin,

    Erst einmal vielen Dank für deinen Hinweis, dem ich natürlich sofort noch einmal nachgegangen bin. Ich bin sehr froh, wenn ihr mit aufpasst, denn ich möchte hier natürlich keinesfalls falsche Informationen verbreiten. Darum habe ich mich noch mal intensiv mit dem Thema Buchweizen beschäftigt und denke, dass hier ein Missverständnis vorliegt. Auf der Seite des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie steht zunächst unter Buchweizen:

    “Wirkung von Fagopyrin im Heu bleibt bestehen.“ Buchweizenheu wird ja ohnehin nicht an Hunde verfüttert, es ging um Buchweizennudeln, die aus geschälten Buchweizenkörnern hergestellt werden. Sicherheitshalber habe ich auch in anderen Quellen noch einmal nachgesehen. So schreibt z.B. Wikipedia:

    „Das Pseudogetreide Buchweizen wird sogar von Diätrichtungen wie der Steinzeiternährung als unbedenklich akzeptiert. .... Leicht problematisch kann der rote Farbstoff aus der Fruchtschale, das Fagopyrin, sein. Sofern man ihn isst, kann die Haut empfindlicher gegen Sonnenlicht werden. Bei geschältem Buchweizen ist dies jedoch nicht mehr der Fall.“

    Beim Institut für Veterenärpharmakologie war unter Buchweizen > Wirkungsmechanismen zu lesen:

    „Weiße und hellhäutige Tiere werden nach Aufnahme von Fagopyrin lichtempfindlich. Erste Anzeichen in der Regel innerhalb 24 Std. nach Pflanzenverzehr. Keine Reaktion bei dunklen Tieren, pigmentierten Hautstellen oder nicht sonnenexponierten Tieren.“

    Wenn ich jetzt alles richtig sehe, ist das Fagorypin nur bei weißen oder hellhäutigen Tieren bedenklich. Da in der Hundefütterung aber - wenn überhaupt - nur geschälte Buchweizenkörner zum Einsatz kommen, scheint hier keine Gefahr zu bestehen. Im Text hatte ich ja schon geschrieben:

    „Getreidekörner müssen vor dem Verfüttern aufgeschlossen werden, um vom Hund verdaut werden zu können. Sie werden entspelzt (geschält), zu Flocken gequetscht, vorgekocht (aufgepufft) usw.“ (Zwar ist der Buchweizen Botanisch gesehen nur ein Pseudogetreide, ich hatte ihn hier aber trotzdem mal großzügig der Gruppe ‚Getreide‘ / Cerealien zugeordnet.

    Wahrscheinlich liegt genau hier das Missverständnis - die Bücher über Hundefütterung, die den Buchweizen als unbedenklich beschreiben, meinen damit den geschälten Buchweizen, der dann kein Fagopyrin mehr enthält. Ungeschältes Getreide (oder Pseudogetreide) wäre für den Hund ja ohnehin nicht geeignet, weil nur bedingt verwertbar. Da dies meist zu Beginn der Bücher schon erklärt wird, gehen die meisten Autoren im weiteren Verlauf des Buches dann einfach von geschälten und entsprechend vorbehandelten (Pseudo-) Getreide aus. So wie ich eben auch. Ich denke, das führt zu dem Missverständnis.

    Nochmal wiederholt und kurz zusammengefasst: Vom Buchweizen darf nur das geschälte Korn in der Hundefütterung zum Einsatz kommen!

    Trotzdem noch mal vielen Dank für deinen Hinweis, denn es ist wichtig auch solche möglichen Missverständnisse aufzuklären.

    Liebe Grüße
    Alex & Frauchen

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  7. Zu Buchweizen:
    In einer Studie von Sheard, Caylor, Schlotthauer wurden Hunde mit Fleisch und grüne, mazerierte Buchweizen zu je 50 % der Ration über drei Wochen gefüttert und tagsüber mind. 6 Stunden direktes Sonnenlicht ausgesetzt. In keinem der Hunde traten Symptome einer Photosensibilität noch sonstige Reaktionen auf.
    In der Arbeit "Toxicants that Cause Skin Damage by Primary Photosensitization" von V. Beasley konnte auch keine Photosensibilität nach Verzehr von Buchweizen oder Fagopyrin-haltige Futtermittel beim Hund bestätigt werden.
    Die Datenbank der Uni Schweiz neigt dazu Pflanzenfressende Nutztiere mit Haus- und Kleintiere einfach undifferenziert zusammen zu werfen. Ähnlich ist es bei Alfalfa - geht man den Studien im Einzelnen nach, erfährt man dass die Warnhinweise ausschliesslich auf landwirtschaftliche Nutztiere zutreffen.
    Buchweizen sind unbendenklich für Hunde, auch hellhäutige.

    mfg
    S. Simon

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  8. Hallo S.Simon,

    vielen Dank für den interessanten Hinweis! Gut zu wissen.

    LG Alex & Frauchen

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  9. Hallo, momentan ist unser Hund krank, Magen-Darm Entzündung und ich koche nun für ihn Reis, Hühnchen ect....ich fang an mir echt Gedanken zu machen über das ganze Thema, vorher hab ich immer nur Trockenfutter gefüttert, verschiedene Sorten.
    Deine Seite ist echt informativ und hilft mir sehr weiter....Besuch uns auch mal : www.kiro09.blogspot.com....Gruss
    Heike

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