Donnerstag, 17. Januar 2008

Hundefutter Vergleich / Hundefuttertest

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Ist Bio-Hundefutter wirklich teurer? Unser Test ergab: Nein, es ist preiswerter!

Ein weit verbreitetes Vorurteil lautet, Biofutter für Hunde sei im Vergleich wesentlich teurer als „konventionell“ produziertes Hundefutter. Und auf den ersten Blick scheint das auch so. Wir wollten es aber mal etwas genauer wissen, haben uns die Sache einmal näher angesehen und verglichen. Das Ergebnis mag für viele Hundehalter verblüffend sein.

Aus der „konventionellen“ Abteilung haben wir wahllos eine Dose von Pedigree Pal für den Hundefutter Vergleich ausgewählt. (Nachstehend abegkürzt mit P.P.) Warum gerade dieses? Aus einem ganz einfachen Grund: Dieses Futter ist deutschlandweit nicht nur in Tierbedarfgeschäften und Zoohandel, sondern nahezu auch in jedem Supermarkt, Discounter, Drogeriemarkt, Baumarkt und sogar in Kiosken und Tankstellenshops zu finden. Wir haben kein anderes Futter gefunden, das flächendeckender verteilt war. Aus diesem Grunde müssen wir davon ausgehen, dass dieses Futter auch in sehr vielen Hundemägen landet.

Aus der Bio-Abteilung nehmen wir für den Hundefutter Test eine Dose von Terra-Pura. Warum dieses? Weil es zu 100% Bio ist, und das verarbeitete Fleisch aus artgerechter Tierhaltung nach den strengen Maßstäben von Bioland stammt. (Die Bioland Richtlinien sind deutlich strenger, als die des EU-Biosiegels, und spätestens seit der ARD Reportage über das QS-Siegel würden wir diesem nicht vertrauen.) Bioland legt besonderes Augenmerk auf die artgerechte Tierhaltung und wir sind der Meinung, dass Tierliebe nicht beim eigenen Haustier enden sollte. Wenn schon Fleisch verfüttert wird, dann sollten die Tiere unserer Meinung nach dafür nicht unnötig leiden müssen und gequält werden. Abgesehen davon, halten wir es für gesundheitlich höchst bedenklich, dass in der konventionellen „Fleischproduktion“ Antibiotika und andere Wachstumsfördernde Substanzen in hoher Dosierung verabreicht werden. (Siehe hierzu auch: Video-Dokumentation des ZDF Putenmast.)

Zurück zu unserem Rechenbeispiel: Beginnen wir mit dem konventionellen Hundefutter. Wir haben eine 400g Dose einer Sorte ausgewählt, die wir am häufigsten in den Regalen fanden. „Fünf Sorten Fleisch“, wird sie vom Hersteller genannt. Darüber, dass bekanntlich die Fütterung einer Fleischsorte pro Mahlzeit natürlicher ist und als besser verdaulich gilt, sehen wir bei unserem Hundefuttertest einmal großzügig hinweg.

Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe:

  • 4 % Fleisch (dies ist KEIN Tippfehler, es sind tatsächlich nur VIER Prozent!)
Alex rechnet: 4% aus 400 g = 16 g Fleisch in einer Dose (zum Vergleich: Ein Esslöffel Honig wiegt 15 g) Besonders interessant in dem Zusammenhang: Die Werbung auf der Hochglanzdose von P.P. Hier heißt es fett gedruckt - Achtung, ich zitiere: "Mit frischem Fleisch zubereitet. Hunde lieben von Natur aus Fleisch". Da muss ich schon schmunzeln...

  • 4% „Fleischmix“; eine nette Umschreibung für den Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“.

Was sind "tierische Nebenerzeugnisse"? Wie definiert man sie? Tierische Nebenerzeugnisse müssen nicht unbedingt schlecht sein. Ich will hier nicht zu sehr ausschweifen - vereinfacht und ganz grob gesagt: Nahezu alles, was kein reines Muskelfleisch, Binde- oder Sehnengewebe ist, ist diesem Begriff zuzuordnen. Das können sein: Innereien, Haut, Knochen, Knorpel usw. Es können aber auch sein: Federn, Hufe, Haare, Schnäbel, Urin, Kot, Reste von Schlachtabfällen, die aus dem Abwasser eines Schlachthofes gefiltert werden usw. All dies darf völlig legal im konventionellen Tierfutter verarbeitet und unter dem Begriff „tierische Nebenerzeugnisse“ deklariert werden. Wir möchten P.P. hier nichts unterstellen - aber wir möchten grundsätzlich zur Vorsicht raten, wenn ein Hersteller den Begriff "tierische Nebenerzeugnisse" nicht näher definiert. Für einen Hersteller, der nichts zu verbergen hat und als tierische Nebenerzeugnisse wirklich nur „saubere“ Innereien verwendet, wäre es schließlich eine gute Werbung, diese auch offen zu deklarieren. Zieht es der Hersteller vor sich hinter Formulierungen wie "tierische Nebenerzeugnisse", "pfanzliche Nebenerzeugnisse" oder ähnlichem zu verstecken, anstatt die Inhaltsstoffe zu nennen, sehen wir darin zumindest einen guten Grund zur Skepsis, wenn nicht gar zu berechtigtem Misstrauen. ;o)

Wir haben also die verschwindend geringe Menge von 16 g Fleisch in einer 400 g-Dose Pedigree Pal, plus 16 g undefinierte „Tierische Nebenerzeugnisse“. Die restlichen 368 g werden aufgefüllt mit nicht näher definiertem Getreide, Ölen, Fetten, pflanzlichen Nebenerzeugnissen, Mineralstoffen und Wasser. Wie gesagt, keiner dieser Inhaltsstoffe ist näher definiert. Man kauft also die berühmte „Katze im Sack“.

Der Fütterungsempfehlung von P.P für einen 30 kg schweren Hund lautet: 4 Dosen pro Tag. Nun gibt es böse Zungen, die behaupten, die Hersteller gäben höhere Mengen an, als tatsächlich benötigt, aber dies wollen wir nicht unterstellen. Wir gehen davon aus, dass wir der Werbung und den Beteuerungen der Hersteller glauben schenken dürfen, die besagen, dass Fütterungsexperten den genauen Nährstoffbedarf der Tiere und den Nährstoffgehalt ihres Futters errechnen, und ihre Fütterungsempfehlungen exakt danach aussprechen. Darum legen wir diese Empfehlung hier zugrunde. Die hier genannten Preise beziehen sich auf den Stand von heute, 17.01.2008)


Kostenvergleich Biofutter <-> konventionelles Hundefutter:

Konventionelles Hundefutter: Eine 400g Dose kostet 0,89 Cent. (Sonderangebote lassen wir außer acht, die gibt es schließlich auch beim Biofutter.) Auf den ersten Blick erscheint das vielleicht billig, bei einem 30 kg Hund wären das unter Berücksichtigung der Fütterungsempfehlung 3,56 Euro pro Tag.

Für diese 3,56 Euro hat der Hund dann insgesamt 64 g Fleisch bekommen (nur mal zum Vergleich: eine Tafel Schokolade wiegt 100 g), 64 g undefinierte Tierische Nebenerzeugnisse, und 1472 g nicht näher definiertes Getreide, Fette, Öle usw. Eine ganze Menge, die erst mal verdaut werden will!

Bio- Hundefutter: Hier sind es bei der Sorte "Rind" 42% Fleisch = 168 g pro Dose. (Bei anderen Sorten sogar noch mehr.) Eine 400 g Dose Rind von Terra-Pura kostet 2,69 Euro. Der Hersteller betont, dass die Verdaulichkeit ca. bei 80% liegt, und empfiehlt (je nach körperlicher Aktivität des Hundes) 600 - 800 g für einen 30 kg schweren Hund. Wir gehen einmal großzügig vom Höchstwert aus und halten 5, 38 Euro für die Tagesration fest.

ABER: Beim Bio-Futter hat der Hund für 5, 38 Euro 336 g reines Rindfleisch in bester Bio-Qualität bekommen. (Also mehr als 5,25 mal soviel, wie beim vermeintlich billigen Futter!) Diese Menge entspricht übrigens auch genau dem, was unabhängige Experten zur Fütterung empfehlen. Undefinierte tierische Nebenerzeugnisse gibt es beim Bio-Futter von Terra Pura nicht, dafür gibt es aber zusätzlich zum Fleisch noch 80 g reine Rinderleber in Bio-Qualität.

Ganz vereinfacht ausgedrückt: Für 1,73 Euro Preisdifferenz in der Tagesration eines 30 kg schweren Hundes, haben wir beim Bio-Hundefutter 5,25 mal (!) soviel Fleisch (in Lebensmittel- und Bio-Qualität!), plus 80 g nahrhafte Rinderleber erhalten! Hinzu kommt, dass der Hund beim Biofutter trotz besserer Nährstoffversorgung nur die halbe Menge zu verdauen hat, was den Organismus des Hundes sehr entlastet! Tipp: Diese, im Vergleich zur Qualitätssteigerung sehr geringen Mehrkosten, lassen sich zum Beispiel ganz leicht auffangen, indem man dem Hund ab und zu selbst gekochtes Futter serviert. (Infos zum selber kochen für Hunde findet ihr in der Rubrik Hundeernährung, Rezepte dazu folgen.)

Das Vorurteil Bio sei teurer, können wir nach unseren Erfahrungen und Berechnungen in diesem Hundefutter Vergleich also nicht bestätigen! Unser Fazit: Pedigree Pal ist vielleicht billiger wenn man allein vom Preis der Dose ausgeht. Preiswerter, (im Sinne von ‚seinen Preis wert‘ sein), ist nach unserem Testurteil aber ganz eindeutig das Bio-Futter von Terra Pura.

Alle Inhaltsstoffe sind beim Bio-Futter von Terra Pura übrigens ganz klar deklariert:

  • 42% Rindfleisch
  • Haferflocken
  • 10% Rinderleber
  • Karotten
  • Äpfel
  • grüne Mineralerde (setzt sich aus natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen zusammen)

Weitere Vorzüge des Bio-Hundefutters im Vergleich zum konventionell erzeugten Hundefutter:

  • Keine Medikamentenrückstände im Futter
  • Keine tierquälerische und ungesunde Massentierhaltung
  • Keine Abfälle (Lebensmittelqualität!)
  • Keine Tierversuche
  • Keine Gentechnik
  • Die Verwendung einer Fleischsorte pro Mahlzeit sorgt für bessere Verdaulichkeit
  • Kein Zucker, keine Lockstoffe oder ähnliches
  • Alle Inhaltsstoffe sind klar deklariert, so dass sich das Bio-Futter auch für eine Ausschlussdiät, zum Beispiel bei allergischen Hunden eignet.
  • Der Organismus des Hundes wird weniger belastet, weil deutlich weniger unverdauliche und schwer verdauliche Stoffe im Futter sind.
  • Die Kotmenge ist entsprechend gering. Fäulnis- und Gärungsprozesse, die im Dickdarm bei hohem Anteil unverdaulicher Futterbestandteile ablaufen, finden nicht statt. Dadurch kommt es nicht zu Blähungen und unangenehmer Geruchsentwicklung.
  • Terra-Pura Biofutter enthält grundsätzlich hochwertiges Muskelfleisch und wertvolle Innereien, die auch als Energielieferant nicht unterschätzt werden dürfen. Im Terrapura Bioland Fleisch sind bereits sämtliche Aminosäuren enthalten.
Ich möchte dazu noch anmerken, dass Terra Pura unter den Bio-Hundefuttern im Vergleich preislich gesehen im Mittelfeld liegt. Der Hersteller Yarrah bietet 400 g Dosen auch schon zu einem Preis von 1,49 Euro an. Auch beim Bio-Futter von Yarrah ist durch den höheren Nährstoffgehalt und die bessere Verdaulichkeit, eine wesentlich geringere Futtermenge im Vergleich zu P.P. erforderlich. Yarrah erklärt, dass in den Yarrah-Produkten als "tierische Nebenerzeugnisse" werden ausschließlich Leber, Herz und Magen vom Huhn, und in den Cat Dinners und Dog Dinners zusätzlich auch Leber, Herz und Niere vom Rind verwendet werden. Leber, Herz und Niere liefern viele wertvolle Mineralien. Außerdem mögen die meisten Hunde und Katzen Leber sehr gerne. Magen wird verwendet, weil er viel Eiweiß und wenig Fett enthält.

Auch Yarrah ist zu 100% Bio, zertifiziert nach dem EKO-Siegel. Das EKO-Siegel von Skal ist vergleichbar mit dem deutschen Bio-Siegel und international anerkannt, hier nachzulesen auf der Internetseite der deutschen Verbraucherzentrale. Alle Yarrah-Zutaten werden von ökologisch landwirtschaftlichen Betrieben bezogen. Von jedem Stück Fleisch, welches bei Yarrah verarbeitet wird, ist die Zusammenstellung und die Herkunft bekannt. Die „Produktionstiere“ in einem ökologisch landwirtschaftlichen Betrieb werden im Vergleich zu den Tieren in der konventionellen Tierhaltung (Massentierhaltung) artgerecht gehalten, jedoch sind die Maßstäbe bei Bioland (dem Terra-Pura unterliegt) und Demeter noch strenger.

Mein verwöhnter Gaumen - ich werde ja nach wie vor noch von Frauchen liebevoll und ausgewogen bekocht - findet das Futter von Terra Pura jedenfalls extrem lecker! (Lieblingssorte die Bio-Pute). Wenn Frauchen mal keine Zeit zum Kochen hat, oder wir ein paar Tage auf Reisen gehen, greifen wir gerne und mit gutem Gewissen auf das Bio-Futter zurück.

Das Beispiel "Rind - von Terra Pura" war jetzt auch nur ein Beisepiel. Des Weiteren gibt es auch Biofutter mit anderer Zusammensetzung. Für die Fleischfanatiker auch mit einem Fleischanteil von z.B. 88%! Und natürlich gibt es auch Trockenfutter in Bio-Qualität und noch weitere Hersteller hochwertigen Biofutters. Alle Sorten hier zu vergleichen würde den Rahmen sprengen, aber es sollte klar geworden sein: Was das Hundefutter betrifft, ist Bio nicht wirklich teurer. Das Vorurteil ist schlicht falsch und nachrechnen lohnt sich! (Auch der Gesundheit des Hundes zuliebe!) Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wofür er sein Geld ausgeben möchte. Ich für meinen Teil, weiß gerne wofür ich genau bezahle. Wenn es ein Hersteller nötig hat, seine Inhaltsstoffe hinter den Begriffen "tierische Nebenerzeugnisse", pflanzliche Nebenerzeugnisse" oder auch "Fleischmix" zu verschleiern, macht mich das einfach skeptisch. Ein Hersteller, der mit sauberen und gesunden Zutaten arbeitet, kann diese (so wie Terra Pura) auch klar deklarieren. Schließlich gibt es keine bessere Werbung für den Hersteller - wenn er denn wirklich nur gute Zuaten verwendet. ;o) Und für Undefiniernares ist uns das Geld einfach zu schade.

HALT - bevor nun ein Aufschrei durch die Menge geht - wir möchten mit diesem Hundefutter Vergleich hier keineswegs abstreiten, dass es auch konventionelle Futtersorten gibt, die eine bessere Zusammensetzung, bzw. ein besseres Preis/Leistungsverhältnis haben, als das Beispiel von P. P in unserem Hundefutter-Vergleich. Das sind dann aber i.d.R. Futtersorten aus dem richtigen Premiumsortiment (nicht nur durch die Werbung generiert), die dann auch entsprechend teurer - teilweise sogar wesentlich teurer als die Bio-Produkte sind. Wie schon gesagt, wir haben Pedigree Pal für diesen Hundefuttertest gewählt, weil dieses Futter am weitesten verbreitet ist und von vielen Hundehaltern als „besonders günstig“ empfunden wird. Was allerdings bei den konventionell produziertem Fleisch bzw. Futter - egal welcher Sorte - bleibt, ist die Massentierhaltung, die wir einfach nicht unterstützen möchten und deren Fleisch wir nach wie vor für ungesund halten. Wir halten es nicht für vertretbar Tiere für Hunde- und Katzenfutter so zu quälen, wie es in der Massentierhaltung üblich ist. Das ist unsere persönliche Meinung dazu. Wer eine andere hat, dem sei sie gewährt. Jedoch sollte er sich diese Videodokumentationen ansehen, die leider keine Ausnahmen, sondern die Regel in deutschen Tiermastbetrieben zeigen:




Darüber hinaus glauben wir persönlich nicht, dass es ein Zufall sein kann, dass immer mehr Hunde an Krebs erkranken. (Auch das ist nur unsere persönliche Meinung, wissenschaftlich untersucht wurde das noch nicht.) Dennoch: Jeder zweite Hund über 10 Jahren stirbt inzwischen an Krebs - doppelt so viele Hunde wie Menschen erkranken an Krebs. Und das, obwohl alle Hundefutter laut Werbung doch angeblich so gesund sein sollen? Näher erläutern wir diesen Denkansatz hier noch einmal: "Was ist drin im Hundefutter". Wir halten es nicht für übertrieben, für uns sind die Argumente für Bio sehr überzeugend.

Anmerkung: Wir bekommen KEIN Geld für diesen oder andere Artikel - weder von Terra Pura, noch von Bio-Tierkost, wo wir das Futter bestellen, noch von sonst jemandem. Wir bekommen bei Bio-Tierkost lediglich einen Preisnachlass von 3 %, den aber jeder bekommt, der dort unter dem Kennwort „ALEX“ bestellt.

Das geht ganz einfach:

Im Bestellvorgang bei bio-tierkost unter > Bemerkungen das Kennwort ALEX eintragen. Der Rabatt wird dann bei der 1. Bestellung zwar berücksichtigt und in der Endsumme abgezogen, aber während des Bestellvorgangs noch nicht sofort ausgewiesen, weil er von Bio-Tierkost manuell nachgetragen werden muss. Nach der 1. Bestellung bleibt der Rabatt dann im Account aktiviert, sodass die Preise dann nach dem Einloggen auch gleich 3% günstiger angezeigt werden.

Eine andere Variante wäre, dass ihr euch bei Bio-Tierkost registriert, dann eine E-Mail mit dem Kennwort ALEX an Bio-Tierkost schickt, und den Rabatt schon vor der Bestellung freischalten lasst. In diesem Fall wird der Rabatt dann auch bei der 1.Bestellung sofort sichtbar. So Kumpels, nun lasst es euch schmecken, aber fresst mir nicht alles weg!

Bis bald, euer Alex (Alexander Bömbelmann - ihr dürft auch Alex Einstein zu mir sagen. ;o)


Nachtrag 06.04.2008:


Der Vollständigkeit halber, und um keine Verwirrung aufkommen zu lassen, möchten wir darauf hinweisen, dass Terra-Pura inzwischen die Verpackung geändert, das Sortiment um einige neue Biofutter-Sorten erweitert, und teilweise die Rezepturen noch mal verbessert hat. Als neue Sorten sind der Bio-Geflügeltopf und der Bio-Schaftopf hinzu gekommen, die zu 100% aus Fleisch und hochwertigen Innereien bestehen. (Weiterhin ist das Fleisch nach den strengen Vorschriften von Bioland zertifiziert, stammt aus artgerechter Tierhaltung und wird auch weiterhin in Lebensmittelqualität produziert.) Da eine Ernährung aus 100% Fleisch für den Hund keine ausgewogene Ernährung darstellt, wird zum Beimischen der Bio-Gemüsetopf empfohlen, der ebenfalls neu im Programm ist.

Bei den Sorten “Bio-Putenmahlzeit” und “Bio-Rindermahlzeit” wurden die Haferflocken als Zutat durch Bio-Hirse ersetzt. Damit sind diese Sorten jetzt glutenfrei, und besonders zur Ernährung von Allergikern und Hunden mit Arthose geeignet. Um die gesundheitlichen Vorzüge der Hirse Ranken sich Legenden. Bei den Chinesen gehörte sie zu den 5 heiligen Pflanzen. Gerade im Alter, bei Knochen-, Arthrose- und anderen Gelenksbeschwerden, wird Hirse in der menschlichen Ernährung empfohlen. (Hier zum Beispiel, aber auch in vielen anderen Quellen)

In dieser PDF-Datei, die Ernährungsempfehlungen für Krebskranke Menschen gibt, wird die Hirse sogar in der Liste der Radikalfänger, Tumorhemmstoffe, schützenden und heilenden Substanzen geführt. Ob diese Angaben, die sich ja wie gesagt auf die menschliche Ernährung beziehen, so auch auf den Hund übertragbar sind, wurde jedoch bisher noch nicht untersucht und erwiesen. Untersucht wurde dagegen von mir höchstpersönlich in meiner Funktion als Feinschmecker-Hund die Schmackhaftigkeit der neuen Sorten. Ich kann offiziell bestätigen: Lecker sind die neuen Biofutter-Sorten mit Hirse auf jeden Fall! ;o) (Ebenso, wie auch die anderen neuen Sorten.)

Guten Appetit wünscht euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

Weitere Artikel zum Thema Hundeernährung:

- Was ist drin im Hundefutter?
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- Hundefuttertest / Hundefuttervergleich - ist Bio wirklich teurer?
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Kommentare:

  1. Super Vergleich!
    Leider kaufen viele die (u.a. PP) Dosen "blind". Einfach mal das Kleingedruckte lesen, Gehirn einschalten und schon müsste einem das von dir beschriebene auffallen. Imho, kann man aber auch für das Geld der Dosen, genug Frischfleisch beim Metzger kaufen. Und wer nicht so viel ausgeben will - (fast) jeder Metzger verkauft/verschenkt Schlachtreste, die immer noch besser sind als das Dosenzeugs.

    lg
    Walter & Ash

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  2. Stimmt Walter & Ash. Ich koche ja auch viel frisch für Alex. Beim Metzger bleibt allerdings i.d.R. immer noch das Problem mit der Massentierhaltung, die wir einfach nicht unterstützen wollen. Aber selbst wenn man beim Bioland-Bauern einkauft, erhält man wesentlich mehr fürs Geld, als beim 'herkömmlichen' Hundefutter!

    Ich glaube ein großes Problem ist aber auch, dass viele Leute sich nicht so viel damit auseinandersetzten wollen, denn Fleisch allein reicht ja auch nicht. Es muss ja das richtige Verhältnis geschaffen werden und das ist ja von Hund zu verschieden. (Alter, Aktivität usw.) Wahrscheinlich haben viele einfach auch Angst das was falsch zu machen und verlassen sich lieber auf's Dosenfutter.

    Ich denke, viele Hundehalter sind in der Beziehung einfach zu gutgläubig. Nach dem Motto "wenn die in der Werbung sagen, dass da alles drin ist, wird das wohl das Beste sein". Die Werbung ist ja auch teilweise recht irreführend - wie gesagt, auf der Hochglanzdose von P.P. prangt ja auch riesengroß der Stempel "mit frischem Fleisch". Dass damit ein Esslöffelchen pro Dose gemeint ist, erfährt nur der, der gute Augen hat und das Kleingedruckte lesen kann.

    Darum fanden wir, es wäre mal Zeit darauf hinzuweisen. ;o)

    LG Lydia & Alex

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  3. Kann ich voll bestätigen! Anfangs hab ich mich auch blind auf ein Fertigfutter verlassen. Selber kochen hätt ich mir nie zugetraut, weil ich nicht wusste wie viel wovon usw. Hat lange gedauert (Asche auf mein Haupt) aber irgendwann hab ich auch endlich mal genau auf die Dose gekuckt... nachgerechnet... und gesehen: jahrelang viel Geld für Sch... bezahlt und dem armen Hund solchen Müll gefüttert! :-O Wahrscheinlich hätte ich das nie gemerkt, wenn der Hund nicht irgendwann auf immer mehr Sorten mit Durchfall reagiert hätte. Also:

    Ab in die Buchhandlung... alles was ich über Hundeernährung finden konnte gekauft... und nu wird selbstgemacht! Da weiß ich was drin ist. 1000 mal besser und billiger als dieses "Billigfutter" (das eigentlich ganz schön teuer war!) Und keine Probleme mehr. Okay, war etwas Arbeit sich da durch zu wühlen, bis ich wußte wieviel mein Hund braucht, aber das war es mir Wert. Für den Urlaub werd ich mir den Tip mit dem Biofutter aber mal vormerken. Da isses nämlich etwas umständlich mit der Kocherei...

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  4. Ich weiß schon, warum mein Vater dann doch lieber Pansen füttert... Oder den Hund eben bekocht.
    Ich hab im Fehrnsehn mal einen Bericht über einen Hundeimbiss gesehen, das war auch interessant, frisches Fleisch und Gemüse im passenden Verhältnis und so teuer wie ne Dose Biofutter ;)

    Ich hab deinen Blog über Famlog.de gefunden, gefällt mir sehr gut, hab auch gleich unsere Trulla in deinem Gästebuch verewigt :)

    Liebe Grüße, Possi

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  5. Da zieht mein Frauchen aber doch frisches Fleisch vor, welches hier zum Kilopreis von 1,50 bis 2,20 Euro in unserer Tiefkühltruhe lagert. Ganz nebenbei produzieren wir damit auch keinen Dosenmüll von 2 x 730 Dosen pro Jahr. Das sollten man, wenn es schon ums Thema Bio geht, auch nicht vergessen.

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  6. Klar, Frischfleisch ist logischerweise noch billiger. Allerdings ist da billigfleisch aus dem Supermarkt ja dann wieder aus Massentierhaltung. Bäh! Und verpackt isses auch. ;-)

    Ich hab Glück, die große Gassirunde führt am Biohof vorbei wo man Fleisch kaufen kann. Ist zwar komisch, wenn man die Tiere auf der Wiese laufen sieht, und weiß, daß man sie irgendwann verfüttert, aber wenigstens haben sie auf einer Wiese leben können. Es ist so ekelhaft, was in der Massentierhaltung abgeht. Und noch ekelhafter ist es, daß das heutzutage hier die "normale" Haltungsform ist. Ganz ehrlich, ich könnt das Zeug nicht essen. Wenn ich dran denke, daß die armen Viecher ihr Leben lang in dunklen Löchern bis zum Hals im eigenen Mist und zwischen toten Tieren stehen... Bäh, da ekelts mich! Dann lieber weniger Fleisch, und dafür aus ordentlicher Haltung.

    lg Katja

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  7. Oder gar keins ;-) Emil, es ging bei dem Vergleich außerdem nicht darum, ob es günstiger geht sondern darum, dass tierfreundliche gesunde Tiernahrung vergleichsweise nicht viel teurer sein muß. Außerdem fallen bei der eigenen Zubereitung der Hundenahrung weitrere Kosten an. Bei dem Kilopreis für billiges Qualfleisch bleibt es ja nicht! Solche Leute als Tierfreunde zu bezeichnen ist aber wirklich paradox!

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  8. @ Emil: Deine Bedenken was die Dosen betrifft, kann ich ja verstehen. Wenn wir aber unterwegs sind, und ich keine Möglichkeit habe Fleisch aus artgerechter Tierhaltung vor Ort frisch zu kaufen (zum Beispiel im Urlaub), dann nehme ich es lieber in Kauf ein paar Dosen Recycling-Müll zu produzieren, als die Massentierhaltung zu fördern und zu unterstützen. Da scheinen mir die Dosen das geringere Übel zu sein.

    Ich lehne es grundsätzlich ab, Fleisch aus Massentierhaltung zu verfüttern. Auch die so genannten “Nutztiere” sind Tiere, die genau so leiden wie ein Hund oder eine Katze unter solchen Haltungsbedingungen leiden würde. Da kann das Fleisch noch so “billig” sein - ich möchte diese Tierquälerei, die in der konventionellen Masttierhaltung leider absolut üblich und “normal” ist, definitiv nicht unterstützen! Dafür ist mir mein Geld zu schade, selbst wenn das Kilo nur 5 Cent kosten würde, wäre mir das dafür definitiv zuviel! (Wenn du dir mal die Videos dazu ansiehst, wirst du das vielleicht verstehen ;o)

    Hinzu kommt, dass Alex aufgrund seines Alters hauptsächlich Geflügel bekommt. Gerade das Geflügel aus Massentierhaltung ist aber EXTREM mit Antibiotika und anderen Medikamenten verseucht. (NOCH extremer, als z.B. Rind). 1,50 - 2,20 pro Kilo wären mir eindeutig zu teuer, um meinen Hund damit krank zu füttern. Es hat schon seinen Grund, dass so viele Hunde auf bestimmte Sorten Fleisch aus Massentierhaltung allergisch reagieren, die gleiche Sorte Biofleisch aber oft problemlos vertragen. Und was nützt ein (vermeintlich) niedriger Kilopreis für Fleisch aus tierquälerischer Massentierhaltung, wenn anschließend die dicke Tierarztrechnung kommt?

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  9. @ Possi: Herzlich willkommen, freut mich, dass es dir hier gefällt!

    Und vielen Dank für das schöne Foto im Gästebuch! :o)

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  10. Passend zu Thema heute mal wieder ein neuer Gammelfleisch-Skandal: Eitrige Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet

    So viel zu der Empfehlung lieber Billigfleisch zu nehmen! ;o)

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  11. Sehr interessanter Vergleich! Ich habe mich schon oft gewundert, wie viele Leute dieses Pedigree Pal im Netz in höchsten Tönen loben. Ob die da Geld für kriegen? Oder können die einfach nicht lesen? Pedigree ist ja nicht das einzige Beispiel. Es sind viele Sorten, bei denen man viel Geld dafür bezahlt, dass man minderwertige Abfälle entsorgt. Kein Wunder! Die geben soviel Geld für TV und Hochglanzwerbung aus, dass sie an den Futterzutaten sparen müssen. ;-) Faustregel: Je nobler die Werbung, desto schlechter der Inhalt. (Meistens, jedenfalls)

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  12. Ich habe ihren Vergleich gelesen und finde es gut das sie und andere sich soviel Gedanken machen, wie sie Ihr Tier gesund ernähren können und könnten.
    Ich darf Ihnen aber auch eines nehmen.
    Tera-pura hin oder her aber auch dieses Unternehmen nutzt Ihre Unwissenheit schamlos aus.
    1. Fleisch
    2. Bio
    3. Autoklavieren
    Daraus wird in der Summe nur energetischer Müll.
    Mit und ohne Erde und sonstigen Inhalten.
    Tipp:
    Recherchieren sie mal nach Tiernahrungsmitteln

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  13. Werte/r “Anonym“,

    Wenn Sie solche Unterstellungen und Behauptungen in den Raum werfen, sollten Sie diese schon begründen, oder zumindest erläutern können. Aus Ihrem Kommentar wird mir leider nicht ersichtlich, was genau Sie überhaupt mitteilen wollen.

    Zur Recherche: Es sei Ihnen versichert, dass alle Artikel in diesem Blog sehr gründlich recherchiert sind. Bei fachlichen Themen rund um den Hund verlasse ich mich nicht nur auf das Internet und irgendwelche von Vorurteilen und “Hörensagen” geprägten Meinungsportale oder ähnliches, sondern recherchiere zusätzlich auch sehr gründlich in anderen Quellen. (Fachliteratur, Studien, Gespräche mit Tierärzten etc.) Aus der Summe dieser Informationen, und meinen eigenen Gedanken und Erfahrungen dazu, entstehen dann die Artikel, die hier veröffentlicht werden.

    Autoklavieren ist schonendes Verfahren um Keime abzutöten, das ähnlich wie ein Dampfkochtopf arbeitet. Auf diese Weise werden die Risiken ausgeschaltet, die zum Beispiel bei der Fütterung von rohem Fleisch (Barfen) gegeben wären. Gleichzeitig wird das Futter beim Autoklavieren auf schonende Weise haltbar gemacht. Was Sie nun unter “energetischem Müll” verstehen, und wie Sie zu dieser Unterstellung kommen, müssten Sie also noch einmal erläutern. Ihr Anliegen wird so leider nicht ersichtlich.

    Viele Grüße, Alex’ Frauchen

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  14. Hallo! Ich möchte mich hier mal bedanken. Unser Goldie hatte seit 5 Jahren immer Probleme. Durchfall, Erbrechen, Hautprobleme usw. Egal was wir ausprobiert haben, er war immer ein Sorgenkind und mehr beim Tierarzt als sonstwas. Nachdem ich das hier gelesen habe, füttere ich jetzt seit etwa einem halben Jahr dieses Terra Pura und unser Hund ist wie ausgewechselt! Er hat überhaupt keine Probleme mehr und ist viel fröhlicher und lebendiger geworden. Ich hätte das nicht für möglich gehalten. Wenn ich die gesparten Tierarztkosten noch dazu rechne, habe ich unterm Strich sogar noch einiges gespart. Vielen Dank für diesen tollen Tip!

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  15. Danke für die Tipps, hier habe ich auch gute Hundefutter gefunden.

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