Dienstag, 15. Januar 2008

Hunde als Brandmelder & Lebensretter

Mal wieder haben Hunde Menschenleben gerettet, indem sie durch ihr Gebell einen Brand im Obergeschoss eines Einfamilienhauses in Großenaspe (Bad Segeberg) meldeten. Dies berichtet die Welt online heute. Dank der aufmerksamen Hunde konnten sich ihre Besitzer rechtzeitig in Sicherheit bringen und der Brand nahm so ein glimpfliches Ende. Die Brandursache ist noch nicht geklärt, der Sachschaden beläuft sich auf 50 000 €uro.

Man kann es nicht oft genug betonen - täglich geschehen solche Dinge, überall auf der Welt. Leider schenken die Medien solchen Dingen kaum Beachtung, während negative Schlagzeilen zum Thema Hund bis ins Unendliche aufgebauscht, aufgeblasen und oftmals sogar noch völlig verzerrt und falsch dargestellt werden, um den "Sensationsfaktor" und damit die Auflage zu steigern. Der Stern-Artikel "Hundetorror in Moskau" zum Beispiel, wurde inzwischen exakt so reißerisch (und meiner Meinung nach unsinnig) wie er war von vielen Medien übernommen. Leserkommentare, dass der Bericht schlecht recherchiert sei und nicht der Wahrheit entspricht, werden geflissentlich ignoriert.

Fakt ist: Täglich werden wesentlich mehr Menschen durch Hunde gerettet, als von ihnen ernsthaft gebissen! Es wird leider nur wesentlich seltener darüber berichtet. Rettungshunde spüren unter Einsatz ihres Lebens verschüttete Menschen auf, Blindenhunde und Behindertenbegleithunde helfen ihren Menschen durch den Alltag, Epilepsie-Warnhunde besitzen die unglaubliche Fähigkeit, einen Epilepsie-Anfall ihres Menschen zu erkennen, bevor er tatsächlich auftritt und können den Menschen rechtzeitig warnen. Und selbst unzählige 'ganz normale' Familienhunde, Hunde ohne jegliche Rettungshunde-Ausbildung retten Tag für Tag Leben indem sie Brände melden, um Hilfe bellen, wenn ihr Zweibeiner stürzt, einen Allergieschock erleidet, oder ähnliches. (Wir haben ja hier schon über einige solcher Fälle berichtet.)

Traurig finde ich, dass es solche Meldungen im seltensten Fall in die Medien schaffen und - wenn überhaupt - dort nur als winzige Randnotitz erscheinen. Ich weiß, ich wiederhole mich damit - aber ich wiederhole mich noch lange nicht so oft, wie die Negativ-Meldungen, die immer und immer wieder aufgebauscht und immer wieder auf's neue von den Medien durchgekaut werden. Darum müsst ihr es wohl ertragen, dass ich mich bei diesem Thema gerne mal wiederhole. ;o)

Bis bald, euer Alex (Alexander Bömbelmann ;o)

Foto Quelle: www.drk-rettungshund.de (DRK-Rettungshundestaffel Nürtingen-Kirchheim/T. e.V.) Vielen Dank für die freundliche Genehmigung zur Verwendung des Fotos.

Kommentare:

  1. Das kann man nicht nur so oft wie möglich sondern auch nicht laut genug sagen. Also weiter so.
    Wir für unseren Teil haben bisher (trotz Rettungshundeausbildung) weder jemanden gerettet, noch jemandem geschadet (von den Tischbeinen mal abgesehen), aber mehr Stunden Freude als Ärger bereitet (auch wenn Frauchen in schwachen Stunden manchmal das Gegenteil behauptet).
    Frauchen tut aber auch viel, unser Image aufzupolieren und lässt uns Platz machen, wenn Radfahrer oder Jogger kommen, nimmt uns an die Leine, wenn Familien mit Kindern kommen und lässt uns nicht auf den Gehweg sch...
    Trrotzdem werden wir von einigen Menschen schief angeschaut, aber inzwischen mögen uns die meisten Leute gern und viele wollen uns streicheln.
    Meckernde Ausnahmen gibts immer, aber auch viele rücksichtslose Hundehalter, denen das egal ist, wenn andere Leute Angst haben. Das ist auch nicht richtig.
    rücksichtsvolle Grüße, Nouki

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  2. Es ist ja noch nicht aller Tage abend, Nouki. Euere Chance jemanden zu retten kommt vielleicht noch! Und wenn, dann wollen wir einen ganz dicken, fetten ausführlichen Bericht dazu! ;o)

    Es ist schon richtig, schwarze Schafe gibt es leider überall. Hier im Park zum Beispiel, gibt es viele extrem rücksichtslose Radfahrer, die uns schon oft fast über den Haufen gefahren, Frauchen sogar schon heftig gestreift haben - obwohl wir schon immer ganz an den Rand gehen und ich Sitz machen muss, wenn einer kommt. Die Wege wären eigentlich auch breit genug, würde man nicht zu dritt nebeneinander her rasen. Nur, über solche Rüpel wird nie berichtet, über die schlechten Beispiele der Hundehalter aber dauernd.

    Frauchen sagt, diese Radfahrer können froh sein, dass ich immer dabei bin, weil Frauchens ja auch eine "Vorbildfunktion" haben, und vor dem Hund ja in jeder Situation gelassen und ruhig bleiben müssen.

    Ich hab mal gehört, wie sie sich mit Herrchen darüber unterhielt und sagte: "Wenn Alex nicht dabei gewesen wäre, hätte ich diesem Idioten kräftig die Ohren lang gezogen!" Zumindest für die Fahrradrüpel hier im Park, scheint es also deutlich sicherer zu sein, wenn ich Frauchen begleite... ;o)

    Ebenso rücksichtsvolle Grüße, Alex

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