Mittwoch, 26. Dezember 2007

Liebe, Tierliebe & Partnerschaft

Der Weihnachtsbesuch ist wieder weg, die kurze Blogpause beendet, es geht also wieder weiter in meinem Blog! :o)

Bei Catplus stieß ich kürzlich auf einen Artikel, in dem es um Tiere und Partnerschaft ging. Catplus zitiert in dem Artikel eine Umfrage, die besagt, dass sich 66,3 Prozent aller Befragten Tierhalter im Zweifelsfalle für das Tier und somit gegen den neuen Partner entscheiden würden, wenn der neue Partner nicht mit dem Tier einverstanden sei. Frauchen gehört auch zu den 66,3 Prozent. Sie ist der Meinung, wenn ein neuer Partner verlangen würde, sich für ihn von einem Tier als langjährigen Begleiter zu trennen, wäre das vor allem eins: Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man eben nicht zusammen passt. Somit käme eine Beziehung für sie mit so jemandem von vorn herein gar nicht in Frage. Wer braucht schon einen Partner, in dessen Herz nicht auch noch Platz für ein Tier ist? ;o)

Auch ich war schon ein Weile an Frauchens Seite, als sie & Herrchen sich kennen lernten. Und ohne jede Frage stand auch fest, ich würde auch an ihrer Seite bleiben! Sich für einen neuen Partner von mir zu trennen wäre Frauchen nie in den Sinn gekommen. So war sie dann zunächst noch recht skeptisch, als mein Herrchen ihr gestand, panische Angst vor Hunden zu haben. Kaum zu glauben, aber er hatte tatsächlich sein Leben lang um jeden Hund - selbst um die Kleinsten der Kleinen einen riesigen Bogen gemacht! Dass er jemals mit einem großen Hund rumknuddeln würde, hätte er sich nie träumen lassen. Aber wir Männer gaben uns beide Mühe, und wurden sehr schnell richtig gute Freunde.

Als er das erste Mal zu uns zu Besuch kommen sollte, war Frauchen ziemlich aufgeregt. Na ja, sie hat mich ins Gebet genommen, weil sie ja weiß, dass ich durchaus wachsam bin. Und wenn ich mit meiner tiefen Stimme ankündige, dass einFremder vor der Tür steht, dann sind Erstbesucher schnell in die Schranken gewiesen. Klar, dass sofort wieder ruhig und freundlich bin, sobald Frauchen Entwarnung gibt, aber erstmal muss ich ganz kurz zeigen, was ich stimmlich so drauf hab - Ehrensache! ;o)

Sie nahm mich also ins Gebet und ich merkte schnell, dass ihr die Sache scheinbar ernst war. Sofort wurde mir klar: Oh, mann - Frauchen hat's erwischt - die ist richtig verliebt! Na ja, wenn Frauchen glücklich ist, bin ich es auch. Also hab ich mich richtig zusammengerissen, und ausnahmsweise mal auf meine beeindruckende Stimmprobe verzichtet als es dann klingelte. Statt dessen habe ich mich fast schüchtern hinter Frauchen gestellt, und meinen treuesten Blick aufgesetzt. Der Kerl war aber auch ganz schön clever: Neben Blumen für Frauchen, hatte er nämlich auch einen funkelnagelneuen Ball für mich mitgebracht! Und ihr könnt es euch schon denken: Mit meinem Charme hatte ich ihn dann auch ruck-zuck um die Pfote gewickelt. Er hat sich schon am ersten Tag getraut mich zu kraulen. Das hätte er selbst nie gedacht! Und er staunt heute noch darüber, wie schnell und wie sehr man einen Hund ins Herz schließen kann. ;o)Ich muss zugeben, Frauchen hat eine gute Wahl getroffen - mein Herrchen ist spitze! Es hat zwar eine Weile gedauert bis er sich getraut hat, mir auch die ganz kleinen Leckerlis zu geben, aber inzwischen habe ich ihm alles beigebracht, was ein Herrchen so können muss. Und natürlich könnte er sich ein Leben ohne mich jetzt gar nicht mehr vorstellen. ;o) Bei dieser Gelegenheit möchte ich mal bei meinem Herrchen bedanken. Dafür, dass er seine Angst und Vorbehalte gegen Hunde überwunden hat, und mich so sehr ins Herz geschlossen hat, dass er alles für mich tut.

Anders herum sagt mein Herrchen auch: Ohne, dass je darüber gesprochen wurde, war ihm von Anfang an völlig klar, dass es Frauchen nur im Doppelpack mit mir gibt. Und selbst wenn es anfangs schwieriger gewesen wäre mit unserer Männerfreundschaft - ihm wäre nie in den Sinn gekommen, von Frauchen zu verlangen, sie solle sich von mir trennen. Ganz im Gegenteil: Hätte sie dies vorgeschlagen, hätte er sich nie in sie verliebt. Denn er hätte das (zu Recht!) als Charakterschwäche, Egoismus, mangelndes Verantwortungs- und Pflichtbewusstsein, aber auch als Herzlosigkeit angesehen. Und so eine Frau hätte er gar nicht haben wollen. (Noch ein deutliches Indiz dafür, dass sie genau das richtige Herrchen ausgesucht hat ;o)

Bis bald, euer Alex (Alexander Bömbelmann ;o)
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PS: Die Sache mit dem Ball haben wir übrigens als eine Art Ritual beibehalten. Wann immer Herrchen nach Hause kommt, begrüße ich ihn ausgiebig, und dann schieße ich los, um meinen Ball zu holen. Manchmal hole ich den Ball auch schon, wenn ich nur sein Auto höre und bringe ihn dann geich mit zur Tür. Und die Zweibeiner können noch heute herzhaft darüber lachen.
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Kommentare:

  1. Schööööne Geschichte!

    Das wär ja noch schöner. Mich für einen Kerl eintauschen. Nie nich würde Frauchen das tun. Das soll aber mal einer verlangen. Dem sag ich aber gleich, dass er MEIN Frauchen nicht kriegt. Pffff.....

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  2. Und so hat die Schar der Hundefreunde wieder ein Mitglied dazu gewonnen. Gut gemacht, Alex! (Und Frauchen)

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  3. Ganz richtig, Banjo - so einem Kerl hätte ich auch was Anderes erzählt! ;o)

    Aber ich bin sicher, einen solchen Typen würden uns unsere Frauchen gar nicht erst vorstellen. Sowas würden die sicher schon im Vorfeld in die Wüste schicken. ;o)

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  4. Wie schön.. pünktlich zum Fest der Liebe eine schöne Geschichte dazu! ;)

    Ich hoffe ihr hattet ein schöne Weihnachten und wünsche euch schonmal einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

    GLG Anja

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  5. Hi Alex,

    Hope you had a Merry Christmas!

    Your pal,
    Kirby

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  6. Unser Herrchen, der vorher nie was mit Hunden zu tun hatte, musste unser Frauchen sogar im Dreierpack nehmen :-) Aber anders hätte er unser Frauchen auch niemals bekommen. Und jetzt ist er ein tolles Herrchen und macht alles für uns, und wenn Frauchen mal ein paar Tage ohne uns weg ist, machen wir eine richtig coole Männerrunde!

    Wuffwuff
    Merlin und Dojan

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  7. @ Merlin & Dojan: Ist eben alles Erziehungssache und wir Hunde haben es doch drauf, die Zweibeiner zu erziehen, oder? ;o))

    Ich bin sicher, ihr habt ihm auch schnell alles beigebracht, was ein ordentliches Herrchen so können muss. ;o)

    LG Alex

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  8. Bei uns gibt es kein Herrchen. Sollte ich mich dennoch jemals nochmal verlieben, ein Mann der meine Tiere nicht mag hätte null Chancen.
    Liebe Grüße,
    Karina, Robin (Eurasier), Charly (Yorkshire Terrier), Scarlett (Kanninchen), Kofi (Kaninchen)und Krötel (Schildkröte).
    Eigentlich sind wir auch schon genug im Haus :)

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  9. 66,3%? Das heißt ja immerhin 33,7% würden die Tiere für einen neuen Partner abschaffen? Find ich trotzdem noch viel, das hätt ich nicht gedacht.

    Käm für mich nicht in Frage. NIE! Ich würde keinen Mann wollen, der keine Tiere mag. Schon meine Oma hat immer gesagt: Schau dir an wie Leute Tiere behandeln, dann weißt du wem du trauen kannst und wem nicht!

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  10. Deine Oma scheint eine sehr kluge Frau zu sein! ;o) Und ob du es glaubst oder nicht: So etwas ähnliches hat auch meine Oma immer gesagt. Und sie haben vollkommen Recht!

    Ehrlich gesagt hat mich das Ergebnis auch ein wenig überrascht. Ich hätte den Prozentsatz derer, die zu ihren Tieren stehen auch höher eingeschätzt.

    @ Karina: Man sollte niemals nie sagen. ;o) Geplant war es auch nicht, dass Alex ein Herrchen bekommt. Wir fanden unsere WG auch ohne ein Herrchen sehr gemütlich und hatten eigentlich beschlossen, dass dies so bleiben sollte. Aber manchmal kommt es eben anders, als man denkt... ;o)

    Ich hätte auch nicht gedacht, dass Alex sich so schnell mit den neuen Situation einverstanden erklärt. Aber das ging dann wirklich überraschend gut. Wahrscheinlich hat er sich gedacht: "4 Hände kraulen mehr als 2" ;o)

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