Montag, 10. Dezember 2007

Behandlungsmöglichkeiten Arthrose bei Hunden


Ein Hinweis vorab: Mit den Behandlungsmöglichkeiten, die wir heute hier vorstellen, haben wir persönlich noch keine Erfahrungen gemacht. Da in meinem Fall zu Goldimplantaten und Physiotherapie geraten wurde, und wir meine Arthrose damit bestens im Griff haben, gibt es von unserer Seite keine eigenen Erfahrungswerte zu den heute vorgestellten Behandlungsmethoden. Und wie immer gilt natürlich: Diese Informationen können den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzen! Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Tierarzt und Patient festgelegt werden. Ich möchte mit diesen Informationen lediglich helfen, sich auf das Gespräch mit dem TA vorzubereiten und ergänzende Hinweise liefern.

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist eine Substanz, die von Natur aus in den Gelenken des Körpers vorkommt. Dort verbessert sie die Gleitfähigkeit der Gelenkflüssigkeit (Synovia). Ferner trägt sie zur optimalen Nährstoffversorgung des Knorpels bei. Bei der Gelenktherapie mit Hyalurosäure, wird diese in den Gelenkraum injiziert. Dort verteilt sie sich auf der Knorpeloberfläche und ersetzt teilweise die krankhaft veränderte Gelenkflüssigkeit. Gleichzeitig soll sie die körpereigene Hyalurosäureproduktion anregen. Dieses Verfahren wird schon seit vielen Jahren medizinisch genutzt. Empfohlen werden meist mehrere Injektionen, wobei besonderer Wert auf keimfreies Arbeiten gelegt werden muss. Das Eindringen von Keimen in die Gelenkkapsel könnte fatale Folgen haben. Die Schmerzfreiheit und Beweglichkeit des Gelenks nach den Behandlungen kann lange anhalten.

Cartrophen®

Parallel zur Hyalurosäure-Behandlung wird oft eine Spritzenkur mit Catrophen® über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen empfohlen. Cartrophen® soll bei der Regeneration helfen und sich günstig auf den Knorpelstoffwechsel auswirken.

Ziegengold / Ziegenkolostrum

Von dieser Behandlungsmöglichkeit habe ich erst kürzlich zum ersten mal gehört. Eine Freundin, die zwei ältere Huskymischlinge mit Arthrose hat, erzählte uns davon und schwört darauf. Bei ihren beiden Hunden soll es sich sehr bewährt haben. Gewonnen wird das so genannte Ziegengold aus der Muttermilch (Kolostrum) von Ziegen, deren Immunglobuline eine herausragende Quantität darstellen sollen. Infos dazu: www.ziegengold.net . Wie gesagt, eigene Erfahrungswerte haben wir hierzu nicht, falls aber jemand Erfahrungen damit hat, würden wir uns sehr freuen darüber zu hören bzw. lesen!

Wichtiger Punkt: Arthrose und Bewegung

Viele Tierhalter glauben, der Hund mit Arthrose dürfe sich nun nicht mehr, oder zumindest möglichst wenig, bewegen. Das ist falsch - übertriebene Schonung ist ebenso schädlich, wie übertriebene Bewegung. Wird das Gelenk nicht bewegt, greift der degenerative Prozess noch weiter um sich, gleichzeitig verkümmern die Muskeln. Mäßige aber regelmäßige Bewegung ist deshalb wichtig. Extreme Belastungen, abrupte Bewegungen sind zu vermeiden, schwimmen und Unterwassermassagen oder Aqua-Fitness, ruhige Spaziergänge, Bewegungsübungen wie leichte Cavaletti-Arbeit zum Muskelaufbau sind eher geeignet. Konkrete Hinweise dazu kann der behandelnde Tierarzt geben.

Bleibt gesund, bis bald,
euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

PS: Viele weitere Informationen zum Thema Arthrose bei Hunden fassen wir in der Rubrik "Arthrose beim Hund" (auch in der Sidebar unter "Rubriken" zu finden) zusammen. Wir tragen hier sämtliche Informationen zusammen, die wir zu diesem Thema finden können. (Behandlungsmöglichkeiten, Therapieformen, eigene Erfahrungen, neue Erkenntnisse zur Arthrose bei Hunden, Ernährung von Hunden mit Arthrose, usw.) Die Rubrik wird - wie alle anderen auch - ständig erweitert, ausgebaut und aktualisiert. Schaut also öfter mal vorbei! ;o)

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