Montag, 24. September 2007

Yorkshire-Terrier = bellende Meerschweinchen?

Als eine Vermieterin die Zustimmung zur Haltung eines Yorkshire-Terriers verweigerte, zog die Mieterin vor Gericht. Das Gericht entschied, Yorkshire-Terrier seien der Kleintierhaltung zuzurechnen, weil diese Hunde so winzig klein seien, dass sie eher mit einem Meerschweinchen als mit einem Hund zu vergleichen seien. Für die Haltung von Kleintieren sei die Zustimmung des Vermieters nicht erforderlich. Diese Hunde könnten sich allenfalls durch leises, heiseres Krächzen bemerkbar machen und seien nicht in der Lage, andere Hausbewohner zu belästigen oder die Wohnung stärker abzunutzen, so die Begründung der Richter. Landgericht Kassel, AZ 1 S 503/96 und Landgericht Düsseldorf Az.: 24 S. 90/93

Frauchen hat solche Zwerge ja schon immer scherzhaft (und liebevoll gemeint) als bellende Meerschweinchen bezeichnet. Aber, dass nun das Gericht sie sozusagen hochoffiziell als solche einstuft, fanden wir dann doch zum Schmunzeln... ;o)

Bis bald, euer Alex (Alexander Bömbelmann)


Foto: pixelio.de (Symbolfoto)

Kommentare:

  1. Das Dumme ist leider, dass solche Einstufungen den Hunden schaden. Je kleiner die Hunde, desto schneller vergisst man, dass es immer noch Hunde sind. Mit den gleichen Bedürfnissen, die auch größere Hunde haben.

    Je mehr sie zum Spielzeug degradiert werden, um so schlimmer ist für sie der Alltag. Leider fördern solche Gerichtsurteile die Meinung, dass die Winzlinge "gar keine richtigen Hunde" sind.

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  2. Das "heisere Krächzen" kann aber nerviger sein, als so mancher große Hund. Ansonsten sehe ich das auch so wie banjos frauchen. Es gibt schon mehr als genug Leute die meinen "der ist doch so klein, der braucht doch nicht erzogen werden". So kleine freche Rotzlöffel die dann jedem im Hosenbein hängen kenne ich nämlich auch.

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  3. Da muss ich euch Recht geben. Egal wie klein - Hund bleibt Hund - mit allen Bedürfnissen, die ein Hund eben hat.

    Und das die Erziehung kleiner Hunde oft ausbleibt, weil er "ja so klein ist", konnte ich auch schon feststellen.

    Bei uns im Haus wohnt auch so ein "bellendes Meerschwein". Der macht wesentlich mehr Radau als ich. Ich belle so gut wie nie, die kleine kläfft dauernd ohne jeden Grund.

    Uns stört das zwar nicht, aber ich finde es unfair, dass kleine Hunde immer bevorzugt werden. Ob bei der Wohnungssuche oder in Hotels - oft heißt es da: Kleine Hunde nehmen wir, aber große Hunde nicht. Das finde ich unfair, weil ich viel ruhiger und "pflegeleichter" bin, als die meisten Kleinen. Aber ich bekomme gar keine Chance, nur weil ich groß bin.

    Oder hier im Park: Wenn uns das Ordnungsamt ohne Leine erwischt, müssen meine Zweibeiner sofort 75 Euro Strafe zahlen. Auch wenn ich ganz brav bei Fuß gehe, und weit und breit kein Mensch in Sicht ist, den wir evtl. stören könnten. Die kleine Yorkie-Dame von oben hing kürzlich einem Jogger kläffend am Hosenbein - da sagt keiner was.

    Das ist echt gemein, schließlich kann ich doch nichts dafür, dass ich groß bin.

    LG von benachteiligten Alex...

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