Dienstag, 28. August 2007

Tödliche Gefahr durch Blaualgen!

Die meisten Hunde lieben es, sich bei sommerlichen Temperaturen ins Kühle Nass zu stürzen. Wir möchten auch niemandem die Freude am Badespass verderben - im Gegenteil, wir möchten, dass ihr diese Freude viele Jahre genießen könnt. Darum weisen wir heute auf eine Gefahr hin, die längst noch nicht allen Hundehaltern bekannt ist: Die Gefahr durch Blaualgen.

Blaualgen, (wissenschaftlich: Cyanobakterien), sind einzellige oder fadenförmige Algen, die auch in unseren Gewässern auftreten und giftige Stoffe (Toxine) enthalten. Schon mehrere Hunde sind an den Folgen der Aufnahme von Blaualgen gestorben. Sowohl in stehenden Gewässern, als auch in Ost- und Nordsee können Blaualgen auftreten. Im Jahr 2006 soll es im Bereich der Ostsee einige Todesfälle bei Hunden gegeben haben, wie zum Beispiel das Fehrmarnsche Tageblatt hier berichtet.
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Hitzeperioden begünstigen die Massenentwicklung von Algen, besonders der Blaualgen. Ein starker Befall von Tümpeln, Teichen oder anderen Gewässern ist an der ausgeprägten Trübung und starken Grünfärbung des Wassers erkennbar. Die Sichttiefe im Wasser von weniger als einem Meter. Bei starkem Befall von Blaualgen bildet sich auf der Wasseroberfläche eine blaugrüne, oder auch gelblich-grüne Algenschicht, die „Blaualgenblüte“. Sie kann mehrere Zentimeter Dicke erreichen und wird von Millionen dieser Kleinstlebewesen gebildet. Forscher konnten in den letzten Jahren nachweisen, dass diese Algen eine Reihe unterschiedlicher Gifte (Toxine) bilden und eine bisher unterschätzte Gefahr für Tiere und Menschen darstellen.

Besondere Gefahren für Hunde:
  • Aufnahme des verseuchten Wassers
  • Ablecken des Fells nach dem Baden in verseuchtem Wasser
  • Kauen von angeschwemmten Blaualgenteilen
  • Benagen von Algenmatten an der Uferböschung

Anzeichen für eine mögliche Vergiftung, wie zum Bsp. Erbrechen nach dem Baden müssen unbedingt ernst genommen werden! Der Hund sollte sofort zum Tierarzt gebracht werden - eine Vergiftung durch Blaualgen kann tödlich enden!

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Bei Verdacht auf Blaualgenbefall den Hund auf jedem Fall vom Wasser fernhalten!
  • Bei Spaziergängen immer ausreichend Trinkwasser für den Hund mitführen, und den Hund tränken, bevor er baden geht.
  • Nach dem Schwimmen gründlich abduschen & abtrocknen

Es besteht sicher kein Grund zur Panik, aber doch zur Vorsicht. In diesem Sinne wünsche ich euch entspannte, schöne Sonnentage mit blauem Wasser, blauem Himmel und ohne Blaualgen!
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Bis bald, euer Alex! (Alexander Bömbelmann ;o)

Kommentare:

  1. oh, in unseren beiden Badeseen sind jeden Sommer Blaualgen. Manchmal kommt Nouki mit ganz blauen Füßen raus und muss dann an einer anderen Stelle nochmal ins Wasser zum abspülen. Gesundheitliche Einschränkungen hatten beide bisher aber nicht. Alle Hunde gehen da baden, nur für Menschen hängen Warnschilder aus, dass sie nicht baden dürfen. Da werden wir uns doch lieber an die Elbe halten...
    besorgte Grüße vom Flokatifrauchen, die sich gerade vorstellt, wie man einen Briard abtrocknen soll :-)

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  2. Oh je, da habt ihr aber Glück gehabt!

    Wie gasagt, ich will auch keine Panik machen, aber da die Gefahr besteht,und viele Hundehalter noch nie davon gehört haben, (mein Frauchen bis vor enigen Tagen auch nicht), wollten wir mal drauf hinweisen.

    Und zum Abtrockenen noch ein Tipp: Diese speziellen Hundetücher (gibt es im Fachhandel, sehen ein bisschen aus, wie riesengroße Spültücher in gelb oder orange) sind super! Man muss sie leicht anfeuchten, und dann den Hund damit abreiben. Klingt komisch, aber wenn die Dinger feucht sind, saugen die enorm viel Wasser auf. (Zwischendurch auswringen & staunen ;o)

    GANZ trocken kriegst du Anouk damit wahrscheinlich auch nicht, aber immerhin den Großteil des Wassers aus dem Pelz.

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  3. Meinste? Bisher habe ich Hundehandtücher immer als was für kurzhaarige Hunde abgetan. Ich habe Anouk schon mal eine Stunde gefönt und bis auf den Stromzähler hat sich nichts getan :-)
    Aber wir haben irgendwo noch so ein Handtuch rumliegen (noch eingeschweißt), das werde ich mal probieren beim nächsten Regen.
    Danke für den Tipp!

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  4. Haha, unsere Frauchen scheinen gewisse Gemeinsamkeiten zu haben, Anouk! ;o) Aber probiert es mal aus! Frauchen hatte das erste auch monatelang unbenutzt im Schrank rumliegen. Sie hat der Sache auch erst nicht so getraut, und fand es unlogisch mit einem feuchten Tuch einen Hund trocknen zu wollen. Mittlerweile ist sie echt begeistert davon. Und ich muss selbst nicht mehr so viel trocken lecken. ;o)

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  5. Ich hatte auch schon mal davon gelesen. Ich glaube auf Fehrmarn hat es letztes Jahr einige Hunde erwischt.

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  6. Ich bin geschockt, davon hatte ich noch nie gehört! Danke für die Aufklärung!!!

    Gruß Anja

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  7. Das ist wirklich übel. Im letzten Jahr hätte eine gute Bekannte von uns fast ihren Hund verloren. Er musste wochenlang täglich beim TA behandelt werden und hat die Sache nur knapp überlebt. Der TA sagt sowas kommt auch davon, dass die Leute den Enten immer Brot in den Teich werfen. Da kommt die ganz Wasserbiologie total aus dem Gleichgewicht und schädliche Bakterien und Algen vermehren sich explosionsartig.

    Zu blöd, denn für unsere Hunde gibt es auch nichts schöneres als im See zu baden. Aber Vorsicht ist leider auf jeden Fall angebracht.

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